Ryoba-Sägen (mit zwei Zahnformen)
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Ryoba-Sägen (mit zwei Zahnformen)
EXPERTENWISSEN RYOBA-SÄGEN
Welche Ryoba-Säge kaufen? So finden Sie die passende Säge!
Die Ryoba ist eine robuste und vielseitige Handsäge. Sie ist die traditionelle Japansäge für Tischler und Zimmerer. Ihr zweiseitig verzahntes Sägeblatt eignet sich ideal für tiefe Schnitte längs und quer zur Faser, für die Holzbearbeitung in der Werkstatt, den Einsatz auf der Baustelle oder bei der Montage. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Hier ein paar Tipps zur Auswahl der für Sie passenden Handsäge:
Achten Sie auf die geeignete Sägeblattlänge
Die übliche Blattlänge einer Ryoba beträgt zwischen 180 und 240 mm. Mit einer Blattstärke von ca. 0,45 bis 0,6 mm ist sie sehr robust. Kleinere Modelle, wie etwa die Ryoba Restauro 125, sind für besonders feine Arbeiten, etwa das bündige Abschneiden von Holzdübeln, gedacht. Größere Sägen wie z. B. die DICTUM Seiun 300 oder die Arashi 270 erfreuen sich im Zimmererhandwerk großer Beliebtheit. Beachten Sie, dass kürzere Sägeblätter in der Regel auch feiner bezahnt sind und längere entsprechend gröbere Zähne aufweisen.
Wählen Sie die richtige Griffform
Bei DICTUM haben Sie die Wahl zwischen fünf unterschiedlichen Griffformen für Japansägen. Bei dieser Auswahl finden Sie sicherlich den geeigneten Griff für Ihre persönlichen Ansprüche.
- Wave Grip aus leichtem, extra griffigem Erlenholz, für ein angenehmes Handgefühl.
- Traditional Grip steht für original japanische Holzgriffe mit Rattanumwicklung (kein Kunststoff oder billiges Flechtmaterial).
- Power Grip heißen unsere gummierten, pflegeleichten Griffe für den harten Arbeitseinsatz.
- Schnellwechselblatt-Sägegriffe ermöglichen die individuelle Kombination von unterschiedlichen Sägeblättern mit einem Griff.
- Klappsägengriffe aus Hartholz für platzsparenden Transport und zum Schutz der Sägezähne (derzeit nur für Dozuki und Kataba erhältlich).
Warum haben Ryoba-Sägen zwei unterschiedliche Verzahnungen?
Es gibt unterschiedliche Sägezahn-Formen, um je nach Faserrichtung effizient sägen zu können. Dabei wird zwischen Sägeschnitten in Richtung der Holzfasern und quer zum Faserverlauf unterschieden. Bei Schnitten in Faserrichtung (Längsschnitte: Besäumschnitt, Schlitzen etc.) trennt die Schneide an der Spitze des Sägezahns die Faser ab und der Sägezahn hebt sie, wie ein Hobeleisen, aus dem Faserverbund heraus. Hingegen werden die Holzfasern bei Schnitten quer zur Faser (Querschnitte: Absetzschnitt, Kappschnitt etc.) durch die seitlichen Fasen des Zahns durchtrennt, wie mit einem Messer. Dementsprechend entstehen beim Längsschnitt längere Späne und bei Querschnitten kürzere Fasern. Um diese aus dem Sägeschnitt abtransportieren zu können, müssen sie zwischen den Zähnen genug Platz finden. Ist zu wenig Platz vorhanden, verstopft der Sägeschnitt bzw. die Säge klemmt.
Eine traditionelle japanische Ryoba ist eine Universalsäge und beidseitig verzahnt, auf der einen Seite hat sie eine grobe Verzahnung für Längsschnitte und auf der gegenüberliegenden eine feine Querschnittverzahnung. Die Längsschnittbezahnung ist gröber bzw. hat einen größeren Abstand zwischen den Zähnen, um die langen Späne bei Längsschnitten aufnehmen zu können. Die gegenüberliegende Querschnittbezahnung ist feiner, ihre Zähne sind an mind. zwei Fasen geschliffen und eignen sich für präzise Schnitte. Mit einer Ryoba können Sie einfach zwischen beiden Schnittrichtungen wechseln - quasi im Handumdrehen.
Wie wird die Ryoba richtig benutzt?
„Auf Zug“ sägen
Wie fast alle japanischen Sägen ist auch die Ryoba eine Zugsäge (die meisten europäischen Handsägen arbeiten auf Stoß). Japanische Sägeblätter brauchen keine zusätzliche Stabilisierung, da sie unter Zugspannung stehen und sich nicht verbiegen können.
Schnittrichtung kontrollieren
Verwenden Sie stets die zur Schnittrichtung passende Bezahnung bzw. Seite der Ryoba Säge.
Ansetzen
Der Säge wird nahe dem Griff angesetzt. Die meisten Ryobas haben dort feinere Zähne, die den Anschnitt erleichtern. Führen Sie zunächst kurze Zugbewegungen aus, bis das Sägeblatt ein paar Millimeter tief eingeschnitten hat und somit eine Führung vorhanden ist. Dann nutzen Sie die gesamte Länge des Sägeblatts.
Ansteigende Zahnteilung bei Längsschnittbezahnung
Schnitttechnik
Ablängschnitte Einen Schnitt beginnen Sie in der Regel an der Ihnen abgewandten Werkstückkante und sägen zunächst eine kleine Kerbe auf der Oberseite des Werkstücks als Führung ein. Dann verlängern Sie den Sägeschnitt in die Tiefe, aber nur auf der Ihnen zugewandten Seite, also der Seite, an der Sie den Anriss sehen können. Anschließend drehen Sie das Werkstück um, und verlängern auf der anderen Seite den Schnitt wieder in die Tiefe. In der Mitte des Sägeschnitts bleibt ein Dreieck stehen. Verlängern Sie die Sägeschnitte auf beiden Seiten, bis Sie den Grund bzw. den Querriss erreichen. Dann halten Sie die Säge bzw. deren Zahnung waagerecht und entfernen das restliche Dreieck. Um bei Kappschnitten (quer zur Faser) sehr präzise Schnitte und feine Schnittflächen zu erhalten, schneiden Sie stets nur maximal ein Viertel tief ein, drehen das Werkstück um 90° und schneiden wieder nur bis zu einem Viertel ein. Je öfter Sie das Werkstück drehen, umso feiner wird der Schnitt. Kleine Abweichungen können Sie so direkt korrigieren.
Schnitttechnik
Auftrennschnitte Ein kleiner Keil, der in die Sägefuge getrieben wird, verhindert bei Längsschnitten ein Klemmen des Blattes und erleichtert das Sägen.
Rattern verhindern
Falls die Säge nicht ruhig läuft, verändern Sie den Anstellwinkel (20°-90°) zum Werkstück. Achten Sie auch darauf, dass das Werkstück auf einer soliden Unterlage aufliegt bzw. schwingungsfrei eingespannt ist.
Kann ich bei Ryobasägen das Sägeblatt wechseln?
Die meisten Japansägen, die Sie bei uns erhalten, haben Wechselsägeblätter, deren Sägezähne impulsgehärtet und nicht nachschärfbar sind. Diese Sägeblätter zeichnen sich durch eine lange Standzeit und Schnitthaltigkeit aus. Wenn das Sägeblatt einmal stumpf oder durch unsachgemäßen Gebrauch beschädigt wird, können Sie es einfach austauschen. Ersatzsägeblätter halten wir langfristig auf Lager, so dass Sie das passende Ersatzblatt auch nach Jahren noch erwerben können. Nur wenige Ryobas, wie unsere Deluxe Sägen, die in kleinen japanischen Manufakturen hergestellt werden, haben festverbaute Sägeblätter. Diese Sägen können Sie mit den passenden Sägefeilen nachschärfen.
Schnelle und exakte Kappschnitte mit der Japansäge
Wenn Werkstücke von Hand auf ihre endgültige Länge zugeschnitten werden, sollen die Schnittflächen möglichst glatt und im rechten Winkel sein. Japanische Tischler verwenden dafür unterschiedliche Schnitttechniken. Soll der Sägeschnitt präzise und sehr glatt werden, wird jeweils nur ein kleines Stück am Anriss entlang eingeschnitten und das Werkstück mehrfach gekippt.