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Spalthämmer
EXPERTENWISSEN SPALTHÄMMER
Welchen Spalthammer kaufen?
Es empfiehlt sich, auch bei Spaltwerkzeugen auf Qualität zu achten, denn letztlich muss der Hammer beim Spalten von vielen Festmetern Brennholz großer Beanspruchung standhalten. Drei Punkte sollten Sie deshalb beim Kauf eines Spalthammers beachten: das Material und die Balance des Axtkopfs sowie die Befestigung des Stiels. Die von uns angebotenen Spalthämmer werden aus hochwertigem Stahl (Kohlenstoffstahl) von Hand geschmiedet.
Das Gewicht des Axtkopfs und die Form und Länge des Stiels sind auf effizientes Holzspalten bzw. Schläge von oben nach unten ausbalanciert. Die Stiele werden in das Auge/Öhr eingepresst und durch einen Holzkeil und mindestens einen Metallkeil gesichert.
Welchen Keilwinkel hat ein Spalthammer?
Beim Eindringen eines Keils in ein Stück Holz passiert stets folgendes: die (Schlag-)Kraft wird nach außen abgeleitet und spaltet das Holz. Ein großer Keilwinkel hat bis zu einem bestimmten Punkt mehr Spaltwirkung als ein kleiner Keilwinkel. Zudem schützt er die Klinge besser vor Ausbrüchen. Aus diesem Grund haben die Schneiden von Spalthämmern und Spaltäxten einen großen Keilwinkel.
- Äxte zum Entasten: sehr spitzer Keilwinkel von ca. 10°
- Fällaxt/Universalaxt: spitzer Keilwinkel von ca. 15°
- Spaltäxte und -beile: großer Keilwinkel von ca. 25° bis 30°
Trotz ihres großen Keilwinkels müssen auch Spalthämmer und -äxte regelmäßig geschärft werden. Eine scharfe Schneide erleichtert das Eindringen ins Holz und spart entsprechend Kraft beim Holzspalten.
Was unterscheidet Spalthämmer und -äxte?
Die Unterschiede zwischen Spalthammer und Spaltaxt sind klein, aber entscheidend: In ihrer Ausführung und im Kopfgewicht sind Spalthämmer noch massiver als Spaltäxte. Zudem hat ein Hammer auf der Rückseite seines Axtkopfs gegenüber dem Axtblatt eine Bahn bzw. Schlagfläche (auch »Nacken« genannt), mit der Sie Spaltkeile eintreiben können. Damit lassen sich auch ganze Stämme und Rundholz mit großem Durchmesser sicher spalten. Eine Spaltaxt ist nicht dafür geeignet, Keile einzutreiben. Der Materialquerschnitt zwischen Schlagfläche und Öhr ist bei diesen Äxten zu gering. Langfristig kommt es bei Spaltäxten, die so eingesetzt werden, zu Verformungen oder Rissen im Axtkopf.
Welche Form soll der Holzstiel haben?
Wichtig ist, dass die Holzfasern über die gesamte Länge des Stiels durchlaufen. Sehr schräg durch den Axtstiel laufende Holzfasern sind eine Schwachstelle, der Stiel wird irgendwann genau an dieser Stelle brechen. Axtstiele sollten so gearbeitet sein, dass sie angenehm in der Hand liegen und damit gut gezielt werden kann. Das ist beim Holzspalten besonders wichtig. Spalthämmer haben deshalb einen geraden Stiel. Als Material haben sich Hickory, Esche und Robinie bewährt. Diese Hölzer sind elastisch und robust zugleich. Um die Axtstiele gegen Feuchtigkeit zu schützen, werden sie mit Leinöl oder Urushi behandelt. Die meisten Spalthämmer haben unter dem Kopf eine geschmiedete Eisenmanschette, die den Stiel bei Fehlschlägen vor Bruch schützt.
Tipps zum Holzhacken
- Halten Sie Abstand zu anderen Personen.
- Verwenden Sie einen breiten, schweren Hackstock, der stabil steht und etwa Kniehöhe hat. Eichenholz hat sich hier als haltbarstes Holz erwiesen.
- Stellen Sie das Holzstück auf den hinteren Teil des Hackklotzes, so trifft bei Fehlschlägen die Axt den Hackklotz und nicht den Boden.
- Halten Sie beim Hieb die Axt am Ende des Stiels. So wird Ihre Kraft optimal genutzt.
- Der Axtstiel soll beim Auftreffen möglichst horizontal sein, die Arme sind fast gestreckt.
- Ein Holzstück lässt sich in der Regel leichter vom dünnen Ende aus spalten.
- Bei verwachsenem oder astigem Holz muss die Axt besonders scharf sein.
- Zur Erleichterung des Spaltens versuchen Sie stets, die Mitte des Holzstücks (das Mark) zu treffen, ebenso bei eventuellen Astknollen.
- Falls sich ein Holzstück beim ersten Hieb nicht spaltet und die Klinge feststeckt, können Sie die Axt mit dem Nacken auf den Stock schlagen.
- Besonders große und verwachsene Holzstücke können mithilfe von Keilen gespalten werden. Dazu benutzen Sie am besten zwei Keile, von denen Sie einen am Rand eintreiben, so dass ein Spalt entsteht. Der zweite Keil sollte in den gleichen Spalt, weiter zur Mitte hin, eingetrieben werden. Schlagen Sie beide Keile abwechselnd tiefer ein.