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Spaltäxte
EXPERTENWISSEN SPALTÄXTE
Die richtige Spaltaxt kaufen
Damit die Arbeit leicht von der Hand geht, braucht es neben dem Wissen um die Arbeitsschritte beim Holzspalten vor allem eines: eine Axt, die mit bewiesener Qualität und Langlebigkeit überzeugt. Einige Hersteller verfügen über eine lange Tradition in der Fertigung von Äxten und Beilen. Qualitativ hochwertige Spaltäxte fertigt beispielsweise der schwedische Hersteller Gränsfors Bruks seit mehr als 100 Jahren. Selbiges gilt auch für die Hultafors Äxte die bereits 1697 Äxte in Schweden produzierten. Beide produzieren ihre Äxte mit exakt festgelegten Fertigungsschritten. Jeder Mitarbeiter beherrscht seinen individuellen Arbeitsschritt vom Aufdornen bis zum Schneidenschliff. Die Spaltäxte unserer Eigenmarke werden ausschließlich in kleinen Schmieden in Europa handgeschmiedet. Die Schmiede verfügen meist über jahrzehntelange Erfahrung im Freiformschmieden von Äxten. Nur erfahrene Schmiede können mit dieser Technik qualitativ hochwertige Äxte produzieren. Der Schmied übernimmt alle Arbeitsprozesse selbst und hat somit die volle Kontrolle über die Endqualität des Produkts.
Was ist das Besondere an einer Spaltaxt?
Eine Spaltaxt unterscheidet sich von anderen Äxten wie etwa einer Forstaxt oder einer Universalaxt zunächst durch ihr Gewicht. Ihr Kopfgewicht kann zwischen 2 und knapp 3 kg betragen. Zudem ist ihr Axtkopf für das Spalten von Holz optimiert. Er verbreitert sich nach hinten und hat eine stark ballige Form. Gleichzeitig hat die Spaltaxt eine kurze Schneide. Der gerade Stiel erhöht die Treffsicherheit.
Soll es eine Spaltaxt oder ein Spalthammer sein?
Unterschiede zwischen Spalthammer und Spaltaxt: Spalthämmer sind in ihrer Ausführung und im Gewicht noch massiver als Spaltäxte. Der schwere Spalthammer eignet sich gut, wenn Sie Stammstücke mit großem Querschnitt oder astige, verdrehte Holzstücke zu Brennholz spalten möchten. Zudem hat ein Spalthammer auf der gegenüberliegenden Seite der Klinge eine Schlagfläche, mit der Sie Spaltkeile zum Spalten ganzer Stämme eintreiben können. Übrigens: Am anderen Ende der Größenskala findet sich das Spaltbeil, das zum weiteren Zerteilen von kurzem Rundholz und Scheiten gedacht ist. Ein Spaltbeil wird in der Regel mit einer Hand geführt, der Axtstiel ist, wie bei einer Spaltaxt, gerade, jedoch deutlich kürzer.
Was zeichnet eine Spaltaxt mit hoher Qualität aus?
Beachten Sie folgende Punkte beim Kauf einer Spaltaxt: wie und aus welchem Stahl wurde der Axtkopf geschmiedet, aus welchem Holz ist der Stiel und wie wurde er befestigt? Besonders hochwertig ist ein handgeschmiedeter Axtkopf. Dabei kommen traditionelle Schmiedetechniken wie das Freiformschmieden zum Einsatz. Die so gefertigten Axtköpfe sind ebenso hart wie verschleißfest und zäh. Es kommen bestimmte Qualitäten von Stahl zum Einsatz, die sich durch den Kohlenstoffanteil unterscheiden. Je höher der Kohlenstoffanteil, desto höher ist die Härte, die erreicht werden kann. Bei einem hochwertigen C60 Kohlenstoffstahl kann etwa eine Härte von 56 bis 57 HRC erreicht werden. Eine größere Härte ist bei diesem Werkzeugtyp aufgrund der Ausbruchsgefahr nicht sinnvoll.
Als Material für hochwertige Holzstiele haben sich etwa Esche, Robinie und Hickory über Generationen bewährt. Achten Sie bei der Auswahl einer Axt darauf, dass die Holzfasern möglichst über die gesamte Länge des Stiels durchlaufen. Einfach gearbeitete Stiele werden ohne Beachtung der Faserrichtung aus dem Holz gesägt und gefräst. Laufen die Fasern sehr schräg durch den Axtstiel, wird er früher oder später an dieser Stelle brechen. Der Stiel sollte so gearbeitet sein, dass er angenehm in der Hand liegt und Sie damit gut zielen können. Um das Holz optimal zu schützen, kommen spezielle Öle oder eine natürliche Urushi-Beschichtung zum Einsatz. Auch wichtig: der Griff muss fest im Axthaus sitzen. Bei hochwertigen Spaltäxten wird dafür ein Holzkeil und mindestens ein zusätzlicher Metallkeil verwendet. Ein geschmiedeter Eisenbeschlag unter dem Kopf schützt den Stiel bei Fehlschlägen vor Bruch und zusätzlich vor Verschleiß.
Wie kann ich Holz sicher spalten?
Hier sind einige Sicherheitstipps, damit Sie Ihr Brennholz sicher zerteilen können:
- Tragen Sie Schutzkleidung, festes Schuhwerk und eine Schutzbrille.
- Der Hackstock sollte stabil stehen und in etwa kniehoch sein.
- Stehen Sie mit leicht gespreizten Beinen soweit vom Hackstock entfernt, dass die Axt beim Schlagen genau seine Mitte trifft.
- Das Rundholz bzw. das Scheit sollte sicher auf dem Hackstock stehen, ggf. drehen Sie es um. Niemals mit der anderen Hand festhalten!
- Mit einer gut geschärften Spaltaxt reicht oft ein fester Hieb, ohne die Axt über den Kopf zu schwingen.
- Wenn sich die Axt verkeilt, drehen Sie diese samt Holzstück um und schlagen mit dem Nacken auf den Hackstock.
- Holzscheite sind eine Stolperfalle. Nach dem Spalten die Scheite direkt aufstapeln.
Falls Ihnen das Spalten mit Axt oder Beil zu gefährlich erscheint, oder wenn Sie hauptsächlich kleinere Scheite spalten möchten, verwenden Sie einen manuellen Holzspalter, wie z. B. einen Kindling Cracker.
Alternative, effiziente Spalttechnik ohne Hackstock
Ein erklärtes Ziel beim Spalten von Holz sollte sein, jedes Holzstück nur so oft in die Hand zu nehmen, wie es unbedingt sein muss. Jedes Holzstück auf einen Hackstock aufzurichten die Spaltaxt hochzuben und dann zu zerteilen ist zeitaufwendig. Unter der Beachtung von bestimmten Sicherheitsregeln kann ein aufgeschnittener Stamm mit 250 oder 300 mm Stücken auch direkt an Ort und Stelle gespalten werden. Die Schlagtechnik entspricht ungefähr der beim Golfspielen. Das zu spaltende Holzstück wird vom dahinterliegenden gestützt.
- Stabile Standfläche
- Schlagrichtung beachten: Links oder rechts vom Körper – nie in Richtung der Beine
- Ausreichend Platz für fliegende Scheite
- Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen (am besten Stiefel) verwenden
- Hohe Konzentration beim Spalten
- Herumliegende Scheite sind Stolperfallen; die Scheite müssen regelmäßig verräumt werden
- Nur mit einer scharfen Spaltaxt arbeiten
Vorteile der Methode ohne Hackstock:
Effizienz: Da die Rundlinge direkt auf dem Boden liegen, wird die Notwendigkeit, jedes Holzstück mehrfach anzuheben, verringert. Das spart Zeit und Energie.
Schnelligkeit: Bei richtiger Technik kann diese Methode tatsächlich schneller als das maschinelle Spalten sein, vor allem bei kleineren Mengen.
Trotz der Effizienz dieser Technik sollte die Sicherheit immer an erster Stelle stehen.