Sappie
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Sappie
EXPERTENWISSEN SAPPIES
Was ist ein Sappie?
Der Sappie wird auch als Holzwender oder Holzrücker bezeichnet. Sein (Axt-)Kopf hat keine Schneide, sondern einen zum Stiel im Winkel von ca. 120° geneigten, leicht geschwungenen Stahldorn. Der Stiel ist leicht geschweift, üblich ist eine Länge von ca. 80 cm, Modelle mit einer kürzeren Stiellänge werden als Handsappies bezeichnet.
Wozu dient der Sappie?
Seine leicht gekrümmte Stahlspitze wird mit einem Schlag in das liegende Holz eingeschlagen. Forstarbeiter können damit kurze Baumstämme ziehen, heben, drehen und aufrichten, um diese weiter zu bearbeiten oder zu verladen. Sein stumpfer Nacken dient als Schlagstück zum Einschlagen oder Entfernen von Rückehaken. Früher verwendeten Waldarbeiter etwas leichtere Modelle (meist mit einer Metallspitze am Stielende), um sie in unwegsamem Gelände auch als Bergstock oder Eispickel verwenden zu können.
Langstieliger oder kurzer Handsappie?
Wenn Sie längere, schwerere Stämme bzw. Holzstücke im Forst bewegen müssen, zahlt sich die Hebelwirkung eines langen Holzstiels aus. Bequem können Sie damit auch Holzstücke anheben und drehen, die am Boden liegen. Möchten Sie größtenteils kürzere Holzstücke aufheben, zum Beispiel um sie auf den Hackstock zu stellen und mit Spaltaxt oder Spalthammer zu Brennholz zu spalten, ist ein Handsappie mit kurzem Stiel praktisch.
Sicheres Arbeiten mit dem Sappie
Verglichen mit anderen Äxten ist das Arbeiten mit dem Sappie weniger mit Gefahren behaftet. Vorausgesetzt, die Spitze des Werkzeugs ist scharf, reicht bereits ein leichter Schlag aus, um sie ausreichend tief ins Holz zu treiben. Sie müssen also nicht weit oder gar über Kopf ausholen.
Die meisten Unfälle ereignen sich, weil die Hebelwirkung des langen Stiels unterschätzt wird. Beispielsweise sollten Sie Stämme, die sich im Forst beim Fällen verklemmen, nicht mit dem Sappie, sondern mit einem Fällheber bewegen oder mit einer Seilwinde herausziehen. Unterschätzen Sie auch niemals das Gewicht eines Baumstamms! Wenn Sie Langholz bewegen müssen, machen Sie dies stets zusammen mit einem Helfer, der mit einem eigenen Sappie arbeitet. Halten Sie sich dabei neben dem abrollenden Stamm, also außerhalb des Gefahrenbereichs auf.
Sappel, Zapin oder Sapie?
Sappi, Handsappel, Sapin, Sappen... Neben vielen unterschiedlichen Formen gibt es auch viele, regional unterschiedliche Bezeichnungen für dieses Forstwerkzeug. Sein Name leitet sich vom italienischen Wort »zappa« bzw. »zappina« ab‚ zu Deutsch »Haue« oder »Hacke«. Auch beim Artikel, der oder die, gibt es regionale Variationen.