Mitnehmer
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Holzbearbeitungswerkzeuge / Metallbearbeitungswerkzeuge
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Drechselwerkzeuge & -bänke
- Drechselbänke
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- Drechselmesser / Drechseleisen nach Hersteller
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- Kinderwerkzeuge
Mitnehmer
- Was ist der Unterschied zwischen Mitnehmer und Körner?
- Welche Mitnehmer-Formen gibt es?
- Was ist ein Morsekegel?
- Wozu dient eine Ablaufsicherung an Drechselbänken?
- Wieso gibt es Mitnehmer mit und ohne Abdrückmutter?
- Muss ich immer zwischen Spannfutter und Mitnehmer wechseln?
- Wofür verwende ich einen Stützring beim Körner?
- Was ist ein Rollkörner System?
EXPERTENWISSEN MITNEHMER
Was ist der Unterschied zwischen Mitnehmer und Körner?
Beim Langholzdrechseln wird das Werkstück »zwischen den Spitzen« von Mitnehmer und Körner (Rollkörner / mitlaufende Körnerspitze) eingespannt. Der Mitnehmer überträgt die Drehung der Spindel, die durch den Motor angetrieben wird, auf das Werkstück. Die Körnerspitze hält das Werkstück in der waagerechten Achse und muss sich mitdrehen bzw. mitlaufen, sie darf dabei die Drehbewegung nicht behindern.
Welche Mitnehmer-Formen gibt es?
Heute ist der sog. Vierzackmitnehmer der Standard beim Langholzdrechseln. Wie der Name verrät, drücken sich seine vier Zacken in die Stirnseite des Werkstücks und übertragen die Drehung zuverlässig. Meist hat der Vierzackmitnehmer eine Spitze in Zentrum, die das präzise Ansetzen im Mittelpunkt erleichtert. Diese Spitze kann bei vielen Modellen auch entfernt werden, um z. B. das Durchbohren des Werkstücks zu ermöglichen.
Bei den sog. Vielzack-Stirnmitnehmern überträgt ein Kranz mit vielen kleineren Zacken die Drehkraft aufs Werkstück. Sie sind etwas sicherer sowie vielseitiger einsetzbar als 2-Zack oder 4-Zack Mitnehmer und bieten eine höhere Präzision. Zudem ist durch die Vielzahl an Zacken ein späteres Wiederpositionieren des Werkstücks einfacher.
Was ist ein Morsekegel?
Ein Morsekegel ist eine Art der Verbindung zwischen zwei Bauteilen. Der Außenkegel des einen Bauteils passt präzise in den Innenkegel des anderen Bauteils. Die Passflächen sind sehr genau gefertigt und haften aneinander durch diese genaue Passung (Haftreibung). Der Name kommt von seinem Erfinder, Stephen Morse. Diese Verbindung wird bevorzugt beim Spannen von Bohrern, aber auch bei Fräs- und Drehmaschinen verwendet. Bei Drechselbänken sind sowohl der Mitnehmer mit der Spindel, als auch der Körner mit der Pinole durch einen Morsekegel verbunden. Üblich sind Morsekegel in den Größen MK2 und MK3. Achten Sie bei der Auswahl von Zubehör auf die passende Größe!
Wozu dient eine Ablaufsicherung an Drechselbänken?
Das Gewinde an der Spindelseite (M33 x 3,5 DIN 800) einer Drechselbank ist so ausgelegt, dass sich das aufgeschraubte Spannzubehör beim Drechseln festzieht. Wird die Drehrichtung geändert (z. B. um die Außendrehvorrichtung zu nutzen) oder ein schweres Werkstück zu schnell abgebremst, kann sich das Spannzubehör ungewollt lösen. Die Ablaufsicherung bzw. ein Ablaufsicherungsring (ASR) verhindert, dass sich das Spannfutter, die Planscheiben usw. lösen, wenn die Drechselbank rückwärtsläuft oder wenn ein größeres Drehteil abgebremst wird. Sowohl die Spindel der Drechselbank als auch das Spannfutter müssen über eine entsprechende Sicherheitsnut nach Euro-Norm (ASR) verfügen.
Auswahl von Mitnehmergrößen
Der Durchmesser des Mitnehmers (z. B. 13 mm, 22 mm oder 32 mm) muss auf den Werkstückdurchmesser, also z. B. den Ø einer Treppenspindel, angepasst sein. Je mehr Spannfläche vorhanden ist, desto größer sollte der Durchmesser gewählt werden. Oft werden kleinere Durchmesser standardmäßig mit MK2 Kegel angeboten. Wenn Sie auf einer großen Drechselbank mit MK3 kleineres Zubehör einsetzen möchten, gibt es passende Adapter (Morsekonus-Reduzierhülsen).
Wieso gibt es Mitnehmer mit und ohne Abdrückmutter?
Zum Wechseln des Mitnehmers kann die Morsekegelpassung wieder gelöst werden. Dazu muss der Morsekegel aus der Passung der Spindelbohrung gedrückt werden. Die meisten Drechselbänke besitzen dazu eine sog. Hohlspindel (heute Standard), bei der die Passverbindung durch Einführen einer Stange an der Außenseite der Drechselbank gelöst bzw. ausgestoßen werden kann. Nachteil: bei wenig Platz steht die Drechselbank oft an der Wand und man kann keine Stange einführen. Zudem hat nicht jede Drechselbank eine Hohlspindel. Ist der Mitnehmer mit einer Abdrückmutter ausgestattet, kann die Passung durch Drehen mit einem Spannschlüssel gelöst werden. Nachteil: Versionen mit Abdrückmutter sind selten und teurer, da der Fertigungsaufwand höher ist.
Muss ich immer zwischen Spannfutter und Mitnehmer wechseln?
Das kommt auf Ihr Spannfutter an. Es gibt auch Mitnehmer, die Sie in die Mitte eines Spannfutters einsetzen können, um das Futter nicht abbauen müssen. Bedenken Sie aber, dass vor allem Spannfutter mit einem größeren Durchmesser beim Langholz-Drechseln hinderlich sein können und die Verletzungsgefahr erhöhen.
Wofür verwende ich einen Stützring beim Körner?
Der Stützring (z. B. von Hager) wird auf die Rollkörnerspitze aufgesteckt. Der Stützring hat eine Schneidkante, die ins Holz greift und eine breitere Auflagefläche schafft. Die Spitze dringt dadurch nur soweit ins Holz ein, bis der Stützring anliegt bzw. etwas einschneidet. Das Holz kann sich in Längsrichtung nicht weiter aufspalten. Verwendet wird der Stützring beim Drechseln längerer und empfindlicherer Hölzer.
Was ist ein Rollkörner System?
Das Rollkörner System von Oneway ist im Prinzip ein Rollkörner mit Stützring oder ein Mitnehmer Set für unterschiedliche Spannsituationen. Der Stützring ist hier fest verbaut. Auf den Körner kann zusätzlich ein Konus oder eine größere Spitze aufgeschraubt werden. Der Konus kann als Innen- oder Außenkonus montiert werden und ermöglicht z. B. das Spannen von Kugeln und minimiert die Beschädigung der Oberfläche. Die große Kegelspitze erleichtert das Einspannen bereits gebohrter Teile (z. B. kleine Dosen, Vasen und Lampenfüße).