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Drechselbankzubehör
EXPERTENWISSEN DRECHSELBANKZUBEHÖR
Welches Zubehör für die Drechselbank kaufen?
Der Lieferumfang und die Ausstattung der verschiedenen Drechselbänke variiert stark je nach Hersteller und Modell. Während bei der einen Drechselbank bereits eine Planscheibe und sogar ein Spannfutter dabei sind, wird eine andere Drechselmaschine nur mit einem einfachen Vierzackmitnehmer geliefert. Manches Drechselbank Zubehör erfüllt sehr spezielle Aufgaben und ist für manche Drechsler unentbehrlich, für andere eher unnötig. Vorsicht bei sehr günstigen und umfangreichen Sets! Qualität hat auch beim Zubehör ihren Preis und um ein Komplett-Set mit Drechselbank, Drechselfutter, Drechseleisen etc. günstig anbieten zu können, wird in der Regel am Zubehör gespart. Unser Tipp: Kaufen Sie eine Drechselbank mit einer soliden Grundausstattung, die Sie auf jeden Fall brauchen, wie etwa Mitnehmer und mitlaufende Körnerspitze sowie einem passenden Spannfutter. Ergänzen Sie diese Ausstattung nach und nach mit hochwertigem Zubehör, das Sie für Ihre Projekte tatsächlich zum Drechseln verwenden. Praktischer Nebeneffekt: Sie sparen Platz, denn unnützes Drechselbank Zubehör nimmt schnell erstaunlich viel Raum in der Drechslerwerkstatt ein.
Praktisches Drechselbank Zubehör im Überblick
Gehen wir davon aus, dass Sie bereits eine Drechselbank und ein Sortiment an Drechseleisen (z. B. Schruppröhre, Formröhre, Abstechstahl etc.) besitzen. Dann können Sie den Funktionsumfang Ihrer Drechselbank mit den folgenden Zubehörteilen sinnvoll erweitern:
- Bettverlängerung: Vor allem kompakte Tischmodelle lassen sich damit auf eine größere Spitzenweite ausdehnen (z. B. DICTUM S 175 von ca. 350 mm auf 1000 mm). Bei größeren Drechselbänken sorgt eine Bettverlängerung oft für die entscheidenden Zentimeter, die nötig sind, um beispielsweise Tischbeine und Geländerpfosten in passender Länge drechseln zu können. Worauf Sie achten sollten: Der Übergang zwischen Bankbett und Verlängerung muss plan sein, ohne Absatz, damit Sie den Reitstock durchgängig verschieben können. Manche Bettverlängerungen können auch als Außendrehvorrichtung montiert werden.
- Außendrehvorrichtung: Der maximale Durchmesser, den ein Werkstück beim Drechseln zwischen den Spitzen haben kann, wird durch die Spitzenhöhe begrenzt (je nach Typ zwischen 175 und 305 mm). Wenn Sie ein Werkstück herstellen möchten, dessen Durchmesser größer ist als es die Spitzenhöhe zulässt, brauchen Sie eine Außendrehvorrichtung. Bei manchen Drechselmaschinen können Sie den Spindelstock drehen, um die Drehachse nach außen zu verlagern. Bei anderen Modellen können Sie eine Planscheibe oder ein Spannfutter auf der Außenseite des Spindelstocks montieren und die Laufrichtung der Drechselbank umschalten. In beiden Fällen wird eine zusätzliche Aufnahme für die Handauflage benötigt. Darauf sollten Sie achten: Die Außendrehvorrichtung muss solide mit der Drechselmaschine bzw. mit dem Untergestell verbunden sein und sie sollte genauso stabil sein wie das normale Bankbett.
- Handauflage: eine Werkzeugauflage in normaler Länge und Form ist bei fast allen Drechselmaschinen im Lieferumfang enthalten. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine kürzere oder längere Handauflage hilfreich ist (z. B. erleichtert eine längere Auflage das Drechseln von Tischbeinen, Geländersprossen etc.). Auch Sonderformen wie eine asymmetrische oder geschweifte Werkzeugauflage können praktisch sein (z. B. zum Ausdrehen von tiefen Schalen). Worauf Sie achten sollten: Die neue Handauflage muss fest und sicher in die vorhandenen Handaufnahmehalterungen passen und die Drechseleisen sollten gut über ihre Auflagefläche gleiten. Tipp: Manche Auflagen sind bei Auslieferung lackiert. Hier empfehlen wir, den Lack abzuschleifen und die Auflagefläche zu polieren.
- Spannvorrichtung: Ein Mitnehmer und eine Körnerspitze gehören zu Grundausstattung einer Drehbank. Wenn Sie nicht nur zwischen den Spitzen Längsholz drechseln möchten, kommen Sie um zusätzliche Spannvorrichtungen, etwa eine Planscheibe, ein Backenfutter oder ein Rollkörner-System nicht herum. Ausführliche Informationen dazu finden Sie in der Kategorie »Spannfutter«.
- Bohrfutter: praktisches Zubehör für das Drechseln von Dosen, Urnen und Vasen und zum Vorbohren von Pen Blanks beim Stiftedrechseln. Das Bohrfutter wird in der Regel in den Reitstock eingesetzt (nicht in den Spindelstock) und dreht nicht mit, sondern ist fix. Zum Bohren wird die Pinole samt Bohrer und Bohrfutter bei niedrigen Umdrehungen herausgekurbelt und ggf. nachgesetzt. Darauf müssen Sie achten: Der Morsekegel des Futters (Schaft) muss zum Innenkegel des Reitstocks passen (MK2 oder MK3?).
- Magnetleuchte: Gute Sicht aufs Werkstück ist beim Drechseln immer wichtig. Nur mit ausreichend Licht können Sie die Form des Drechselobjekts gut erkennen. Leuchten mit einem Magnetfuß können an der Drechselbank nahezu überall positioniert werden, am Spindelstock, am Reitstock oder auf dem Bankbett. Damit leuchten Sie jedes Werkstück optimal aus. Worauf Sie achten sollten: Magnetleuchten mit Halogen-Leuchtmittel erzeugen Wärme. Beim Drechseln dünnwandiger Objekte (z. B. beim Grünholzdrechseln) kann dadurch das Holz schnell austrocknen und sich verziehen. Dann besser Magnetfußleuchten mit LED-Technik verwenden.
- Lünette: Das Durchbiegen,Vibrieren und Flattern von langen und dünnen Werkstücken wird durch zusätzliche Stützrollen reduziert. Die Lünette hat in der Regel drei kugelgelagerte Stützrollen und lässt sich seitlich über das Werkstück schieben und frei auf dem Bankbett positionieren. Worauf Sie achten sollten: Die Stützrollen sollten sich möglichst leicht ans Werkstück anlegen und dann sicher fixieren lassen. Der Sockel der Lünette muss auf das Bankbett Ihrer Drechselbank passen (ggf. nach einem Adapter fragen).
- Schleifteller: Damit machen Sie aus Ihrer Drehbank eine Tellerschleifmaschine, die Sie z. B. zum Abschleifen von Zapfenresten nach dem Drechseln nutzen können. Schleifteller gibt es zum Aufschrauben auf das Spindelgewinde (z. B. von Hager mit M33 x 3,5 DIN 800 Gewinde) und zum Aufspannen auf ein Backenfutter (z. B. Schleifteller Ø 145 mm von Hope mit Klettbelag). Worauf Sie achten sollten: Der Schleifteller Ø darf nicht größer sein als es die Spitzenhöhe zulässt. Tipp: Nutzen Sie die Handauflage als Unterstützung beim Schleifen.
- Absaugung: Beim Schleifen an der Drechselbank entsteht schnell eine große Menge an Schleifstaub, der abgesaugt werden muss. Auch wenn Sie die Oberflächenbehandlung (z. B. mit Airbrush oder Sprühlack) an der Drehmaschine machen, sollten Sie eine leistungsstarke Absaugung nutzen. Ein Absaugtrichter lässt sich i. d. R. recht einfach an der Maschine installieren und bei Bedarf passend ausrichten. Worauf Sie achten sollten: Wählen Sie eine Absauganlage mit großem Schlauch-Durchmesser (z. B. Anschlüssen mit 100 mm Ø), um ein möglichst großes Volumen absaugen zu können.
Wie finde ich das passende Drechselbank Zubehör?
Um sicher zu gehen, dass das gesuchte Zubehör zu Ihrer Drechselbank passt, müssen Sie ein paar Kenngrößen und Normen kennen bzw. wissen, mit welchem Gewinde und Morsekonus Ihre Maschine ausgestattet ist.
So finden Sie den Gewindetyp Ihrer Drechselbank heraus
Der gängige Gewindetyp neuerer Drechselbänke europäischer Hersteller ist ein M33 DIN 800 Gewinde. Bei amerikanischen Herstellern ist ein 1 Inch x 8 tpi Gewinde üblich. Darauf können Sie sich leider nicht immer verlassen und gerade ältere Drechselbänke weisen oft andere Gewindetypen an der Hauptspindel auf. Um sich das passende Zubehör (z. B. Planscheiben, Drechselfutter oder Adapter) auswählen zu können, ist es unerlässlich, die Gewindegröße der Hauptspindel zu kennen. Meist ist es am einfachsten, den Gewindetyp durch das Typenschild, den Hersteller oder die Gebrauchsanweisung zu bestimmen. Angaben zum Typ und Baujahr der Drechselbank sind dabei sehr hilfreich. Alternativ kann auch ein Innengewinde (z. B. von einem 4-Backenfutter) auf die Hauptspindel geschraubt werden. Wenn der Gewindetyp des Futters bekannt ist, und es auf die Spindel passt, so ist der Gewindetyp der Spindel identifiziert.
Vermessen des Spindelgewindes
Bei Anfragen für Adapter und Sondergewinde geben Sie bitte immer alle folgenden Messdaten an:
1. Gewinde-Außendurchmesser
Hierbei ist es wichtig, festzustellen, ob es sich um ein metrisches oder ein Inch-(Zoll)-Gewinde handelt. Ein Inch entspricht 25,4 mm. Ein 25,0 mm Gewinde wäre demnach ein metrisches Gewinde. Es ist entscheidend, hier sorgfältig zu messen (siehe Abbildung 1) und das Maß genau abzulesen. Typische metrische Gewinde sind: M18, M20, M24, M25, M30, M33, M40. Sollten Sie Durchmesser mit Dezimalstellen ermitteln, handelt
es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um ein Inch-Gewinde.
2. Gewindesteigung
Beim metrischen Gewinde ist dies der Abstand von Gewindespitze zu Gewindespitze. Beim Inch-Gewinde wird die Anzahl der Gewindespitzen (auch als Gänge bezeichnet) pro Inch, also pro 25,4 mm, ermittelt. Dies wird als tpi (Threads Per Inch) bezeichnet. Die Gewindesteigung kann mit dem Messschieber abgenommen werden, gerade bei kleinen Gewindesteigungen ist dies mit einer Gewindelehre einfacher und sicherer.
3. Drehrichtung des Gewindes
Bei einer Drechselbank können Sie am einfachsten die Drehrichtung des Gewindes bestimmen, indem Sie sich vor die Spindel stellen, so dass Sie auf die Stirnseite des Gewindes blicken. Das ist die Standardposition, in der z. B. ein Futter aufgeschraubt wird. Wenn dann ein Futter nach rechts fest dreht und sich nach links löst, dann ist es ein Rechtsgewinde.
4. Zusätzliche Angaben (für Herstelleranfrage)
Die Bundtiefe, der Bunddurchmesser und die Spindeltiefe sind bei den meisten Gewinden (z. B. DIN 800 Gewinden) genormt, bei vielen Gewinden aufeinander abgestimmt. Sie sollten aber trotzdem bei der Abfrage für einen passenden Adapter/Zubehör mitangegeben werden. Vermessen Sie den Bunddurchmesser (siehe Abbildung 4, Maß C), die Bundtiefe (siehe Abbildung 4, Maß D) und die Spindeltiefe (siehe Abbildung 4, Maß E).
Welcher Morsekegel passt?
Zubehör wie Mitnehmer, Körnerspitzen oder Bohrfutter werden meist direkt in die konische Bohrung der Spindel bzw. der Pinole eingesetzt (die Pinole ist das Teil, das sich im Reitstock hin und her bewegt). Der Konus dieser Bohrungen ist genormt, üblich sind MK2 oder MK3. Diese lassen sich recht leicht unterscheiden, da MK3 deutlich größer ist als MK2. Bei MK3 ist der max. Innendurchmesser der Hülse (messbare Bohrung der Aufnahme an Spindel/Pinole) ca. 23,83 mm, während er bei MK2 nur ca. 17,78 mm hat (die max. Schaftdurchmesser am Kegel sind stets etwas größer).
Marken-Kompatibilität
Wenn Sie eine Drechselbank eines unserer Markenhersteller wie Axminster, Oneway oder Hager gewählt haben, ist in der Regel auch das Zubehör dieses Herstellers damit kompatibel. Alle HAGER-Drechselvorrichtungen sind zudem auch für Fremdfabrikate geeignet. Bei Bestellung geben Sie bitte die genaue Typenbezeichnung Ihrer Drechselbank an. Für eine Anpassung wird ggf. ein Aufpreis berechnet.