Deltaschleifer
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Deltaschleifer
Expertenwissen - Deltaschleifer
Im Grunde handelt es sich beim Deltaschleifer um eine Variante des Schwingschleifers, denn auch bei ihm versetzt ein Elektromotor die Schleifplatte in eine schwingende Bewegung. Sein Name stammt von der dreieckigen Form seiner Schleiffläche, die auch sein größter Vorteil ist, denn damit erreichen Sie problemlos schwer zugängliche Stellen und schleifen auch in engen Winkeln, kleinen Ecken und schmalen Spalten. Aufgrund der Form seines Schleifschuhs wird er auch Dreiecksschleifer genannt.
Was sind die Unterschiede zwischen Multischleifer und Deltaschleifer?
Neben dem eigentlichen Deltaschleifer gibt es weitere Schleifmaschinen, die mit einem dreieckigen Schleifblatt ausgestattet werden können. So ist es möglich, an manchen Schwingschleifern eine Delta-Schleifplatte zu montieren (z. B. beim Mafell Schwingschleifer UVA 115 E). Wie bereits erwähnt, ist der Deltaschleifer nur eine Variante des Schwingschleifers und die Schleifbewegung ist bei beiden Schleifgeräten ähnlich. Entsprechen werden Sie mit einem Schwingschleifer ähnliche Schleifergebnisse erzielen können. Auch die meisten Multischleifer (auch als »Multitool« oder »Oszillationsschleifer« bezeichnet) lassen sich mit einer entsprechenden Schleifplatte ausstatten. Allerdings unterscheiden sich die Schleifbewegungen beider Geräte deutlich: während ein Deltaschleifer eine kreisend-schwingende Bewegung auf den Schleifschuh überträgt, oszilliert das Schleifblatt eines Multischleifer hin und her. Das führt dazu, dass sich die Schleifbilder beider Maschinen deutlich unterscheiden und vor allem der Schleifabtrag beim Multischleifer deutlich geringer ausfällt (ein Multischleifer hat dafür andere Vorteile, z. B. eignet er sich zum Trennen bzw. Schneiden in schwierigen Situationen).
Welches Schleifpapier für Deltaschleifer verwenden?
Für unterschiedliche Materialien und Arbeitsschritte gibt es auch beim Dreieckschleifer passende Schleifmittel bzw. Schleifpapiere. Das Schleifergebnis wird u. a. durch die verwendeten Schleifpartikel mitbestimmt. Für weiche, langfasrige Materialien wie Holz wird vorwiegend Schleifpapier mit Korundpartikeln verwendet. Für härteres, homogenes Material, zum Beispiel Lack oder Metall, kommen Aluminiumoxid oder Siliziumkarbid zum Einsatz. Folgen Sie den Herstellerempfehlungen, diese geben den Verwendungszweck der Schleifmittel in der Regel genau an.
Die Körnung gibt die Größe der Schleifpartikel an, und nicht, wie oft vermutet, die Anzahl der Partikel. Ein Korn der Körnung 80 fällt beispielsweise durch ein Sieb mit 80 Maschen pro 25,4 mm, bleibt jedoch auf dem darunter befindlichen Sieb mit 100 Maschen liegen. Grobe Körnungen (Korn 40 bis 60) nehmen schnell viel Material ab, hinterlassen jedoch auch entsprechend tiefe Schleifspuren. Verwendet werden sie für den Formschliff, zum Angleichen von Unebenheiten und zum Entfernen von alten Lackschichten. Die Körnungen eines Herstellers bzw. einer Marke sind so aufeinander abgestimmt, dass die folgende Körnungsstufe die Spuren des vorhergehenden Schleifmittels effektiv entfernt. Korn 80 bis 120 dient zum Entfernen von Maschinenspuren (Hobelschlägen, Sägeriefen) und zum Entfernen von Fugenpapier bei Furnieren. Für den Feinschliff von Vollholz ist Korn 150 bis 180 in den meisten Fällen bereits ausreichend. Korn 220 wird für den Nachschliff, z. B. bei Furnieren, die zur Vorbereitung aufs Beizen gewässert wurden, und zum Kantenbrechen verwendet. Bei der Oberflächenbehandlung kommen Körnungen bis ca. 400 beim Zwischen- und Endschliff von Lacken und Spachtel zum Einsatz.
Wählen Sie ein Schleifmittel mit passender Lochung. Um den Schleifstaub bzw. das abgeschliffene Material effektiv absaugen zu können, müssen die Löcher im Schleifpapier mit den Öffnungen im Schleifschuh übereinstimmen. Beachten Sie dies beim Auflegen des Schleifmittels (beim Deltaschleifer ist das korrekte Positionieren des Papiers leicht, da man sich an der Form des Schleifschuhs gut orientieren kann). Netzschleifmittel bzw. Schleifgitter (z. B. Abranet) haben den großen Vorteil, dass sie den Schleifstaub auf der gesamten Fläche absaugen können, unabhängig von den Absaugöffnungen im Schuh. Verwenden Sie zum Schutz des Schleifschuhs bei Verwendung von Netzschleifmittel immer ein sog. Protection Pad oder Interlace Pad, das zugleich als Adapter für die Schlaufen und Schlingen beim Klett dient.
Tipps fürs Schleifen mit dem Deltaschleifer
Der Deltaschleifer ist ein Spezialist für kleine Flächen, für Kanten und randnahes Schleifen in Ecken und Falzen. Er kommt mit seinem flachen Schuh auch in Ritzen und kleine Spalten. Deltaschleifer sind somit ideal zum Schleifen von Türrahmen oder -zargen, Innenflächen von Möbeln, Fensterrahmen und Fensterläden, Geländern oder Zäunen. Für großflächige Schleifaufgaben sind andere Schleifer wie Schwingschleifer oder Exzenterschleifer besser geeignet.
Aufgrund ihres geringen Gewichts eignen sich Dreieckschleifer sehr gut für den mobilen Einsatz. Achten Sie trotzdem auf eine gute Staubabsaugung! Die meisten Deltaschleifer besitzen eine gute Eigenabsaugung, die den Schleifstaub in einen angesteckten Staubfangbeutel befördert. Moderne Akku Deltaschleifer können Absaugmobile oft direkt über den Akku bzw. per Bluetooth ein- und ausschalten.
Verwenden Sie beim Schleifen entlang von Innenkanten (z. B. bei Schubkästen, Fensterrahmen und Türfüllungen) einen sog. Protector. Dieser wird außen über den Schleifschuh gesteckt und verhindert das Verkratzen der seitlichen Fläche.