Die Alkannawurzel liefert intensive Rot- und Violetttöne und eignet sich hervorragend zum natürlichen Einfärben von Holzölen und Öllacken. Wie sie verarbeitet wird und welche Vorteile sie bietet, erfahren Sie hier
Herstellung
Die Alkannawurzel ist ein altbewährtes Färbeholz mit kräftig rotem bis rotviolettem Alkannin-Farbstoff, der aus der Rinde des Wurzelstocks und Wurzel der heimischen Borretschgewächse (Alkanna tinctoria) aus Europa stammt.
Eigenschaften
- Hervorragende Löslichkeit in Öl und Alkohol
- Hohe Bindekraft zu organischen Materialien (Seide, Baumwolle, Leder, Holz)
Anwendung
Zum Einfärben und Abtönen von Holzölen und Öllacken.
Auftrag
Zur Weiterverarbeitung wird die Alkannawurzel mit 96 %-igem Alkohol angesetzt. Die Lösung wird anschließend gefiltert und kann mit Ölen gemischt werden. Es ist auch möglich, die Alkannawurzel direkt im Leinöl auszukochen, allerdings ist bei dieser Variante die Farbbestimmung schwieriger.
Alkanna-Tinktur:
100 ml Alkohol, 20 g Alkannawurzel,
2 Tage ansetzen und gelegentlich umrühren.
Rezeptvorschläge
Alkanna-Leinölmischung:
1 l Leinöl, 10-30 ml Alkanna-Tinktur
- Ahorn unbehandelt
- Ahorn mit Alkanna-Leinölmischung 10 ml
- Ahorn mit Alkanna-Leinölmischung 20 ml
- Amerik. Nussbaum unbehandelt
- Amerik. Nussbaum mit Alkanna-
Leinölmischung 30 ml
Unsere Top Auswahl für Sie
Folgende Beiträge könnten Sie interessieren
So gelingen Schellack-Polituren
Wenn Sie einem hochwertigen Werkstück eine exklusive Oberfläche zugestehen wollen, führt kein Weg am Schellack vorbei. Wir verraten Ihnen, worauf Sie hierbei achten müssen.
Pinsel, Walze oder Schwamm – Was ist besser?
Für unterschiedliche Anstrichmittel, wie Öle, Lacke oder Beizen, eignen sich verschiedene Auftragswerkzeuge mal mehr und mal weniger gut.