Bandsägeblätter
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Bandsägeblätter
- So finden Sie das passende Bandsägeblatt
- Die richtige Wahl des Bandsägeblattes
- Die Bandlänge des Bandsägeblattes
- Die Bandbreite des Bandsägeblattes
- Verhältnis der Bandbreite zum minimalen Sägeradius:
- Die Bandstärke des Bandsägeblattes
- Die Zahnteilung am Bandsägeblatt
- Das Sägebandmaterial
- Spezial-Sägebänder
Expertenwissen – Bandsägeblätter
So finden Sie das passende Bandsägeblatt
Bei unseren fertig konfektionierten Bandsägeblättern werden Bandlänge x Bandbreite x Bandstärke und die Zahnteilung (Abstand der Zahnspitzen in mm) angegeben.
Beispiel: 2240 x 16 x 0,65 x 2,4 mm
Die richtige Wahl des Bandsägeblattes
Für gerade und rechtwinklige Schnitte eignen sich breite Bandsägeblätter mit größerer Zahnteilung (> 3 mm Zahnabstand). Die Blattbreite stabilisiert das Bandsägeblatt in der geraden Schnittfuge und der größere Spanraum zwischen den Zähnen ermöglicht einen schnellen Abtransport der teils langfaserigen Späne.
Für gebogene und kurvenreiche Schnitte sind schmale Bandsägeblätter mit kleiner Zahnteilung (< 3 mm Zahnabstand) besser geeignet. Sie verklemmen sich je nach Radius nicht im Sägeschnitt. Durch den geringeren Vorschub in Kurven können die kleineren Zahnzwischenräume die Fasern aus der Schnittfuge räumen.
Man beachte jedoch, dass auch Material, Dicke des Werkstücks, Schnittrichtung bei Vollholz, benötigte Radien, Vorschubgeschwindigkeit Einfluss darauf haben, welches Bandsägeblatt am besten für das Projekt geeignet ist.
Die Bandlänge des Bandsägeblattes
Die Bandlänge variiert je nach Maschinengröße und Modell der Bandsäge und startet bei uns mit 1400 mm. Je größer die Bandsäge, desto länger das Bandsägeblatt. Die benötigte Bandlänge ist auf dem Typenschild der Bandsäge angegeben. Hat man dieses Maß nicht mehr zur Hand und auch kein gebrauchtes Sägeband mehr, so kann man die benötigte Bandlänge selbst ausmessen. Stellen Sie die obere Umlenkrolle der Bandsäge auf maximal halbe Hubhöhe. Legen Sie ein Maßband so über die untere und obere Umlenkrolle als wäre es ein Sägeband. Hat man kein Maßband in ausreichender Länge, so kann man auch eine Schnur (Achtung, diese darf sich nicht dehnen!) verwenden. Vergewissern Sie sich auf jeden Fall, dass die obere Umlenkrolle noch genügend Hub hat, um das Sägeband zu spannen.
Die Bandbreite des Bandsägeblattes
Die maximale und minimale Bandbreite sind ebenfalls von der Maschinengröße und Modell der Bandsäge abhängig. Je breiter ein Bandsägeblatt, desto stabiler und geradliniger läuft es im Sägeschnitt – vor allem bei geraden Schnitten verwendet. Je schmaler das Bandsägeblatt, desto engere Radien können gesägt werden. Spezielle Bandsägen, wie die Feinschnitt-Bandsägen, ermöglichen den Einsatz von gerade mal 1 mm breiten Sägeblättern für kleine Radien. Bei kleinen Standard-Bandsägen ist die minimale Blattbreite 3 mm.
Verhältnis der Bandbreite zum minimalen Sägeradius:
Die Bandstärke des Bandsägeblattes
Die Bandstärke oder auch Banddicke hat Auswirkungen auf die Geradheit des Schnittes. Je dicker das Band, umso stabiler und gerader das Bandsägeblatt bei Beanspruchung durch Schieben und Drehen des Werkstücks. Ist das Bandmaterial jedoch zu dick im Verhältnis zum Durchmesser der Umlenkrollen, so wäre eine schnelle Materialermüdung durch fehlende Flexibilität die Folge. Als Faustregel galt Blattdicke = eintausendstel Rollendurchmesser. Durch moderne Materialien mit hoher Flexibilität und Zähheit und ausgereiften Fertigungsverfahren gilt diese Formel nur noch als ein Anhaltspunkt.
Die Zahnteilung am Bandsägeblatt
Sie wird entweder als Abstand zwischen den Zahnspitzen (Zahnteilung in mm) oder als ZpZ (Zähne pro Zoll – Anzahl der Zähne auf einer Länge von 25,4 mm) oder TPI (Tooth per Inch) angegeben. Die Zahnteilung beeinflusst die Schnittqualität und die Schnittgeschwindigkeit.
Je kleiner die Zahnteilung, desto kleiner die Zähne. Bandsägeblätter mit kleiner Zahnteilung eignen sich für sehr feine Schnitte, dünnere Werkstücke und härtere Materialien. Sie hinterlassen feine Schnittkanten. Durch die kleinen Zahnzwischenräume muss jedoch mit geringerem Vorschub gearbeitet werden, da das Bandsägeblatt mehr Zeit benötigt, die Späne aus der Schnittfuge abzutransportieren.
Bänder mit großer Zahnteilung, also größerem Abstand zwischen Zahnspitzen, eignen sich für grobe Schnitte und hohe Schnittleistung. Durch den großen Zahnzwischenraum können mehr Späne aus der Schnittfuge abtransportiert werden. Diese Bänder eignen sich zum Besäumen von Brettern oder Zuschneiden von Brennholz.
|
Zähne pro Zoll (ZpZ) |
Zahnteilung in mm |
|
14 |
1,8 |
|
10 |
2,5 |
|
8 |
3,2 |
|
6 |
4,2 |
|
5 |
5,1 |
|
4 |
6,4 |
|
3 |
8,5 |
Das Sägebandmaterial
Bandsägeblätter aus Werkzeugstahl/Kohlenstoff überzeugen durch ihre Vielseitigkeit und Eignung für verschiedene Materialien. Je nach Verzahnung sind sie ideal für Weichholz, Hartholz, Kunststoffe und NE-Metalle. Ihr flexibler Bandrücken bietet dabei einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Materialien wie Uddeholm (Uddeholm Arne) oder Schwedenstahl. Für besonders anspruchsvolle Anwendungen in der Stahl- und Metallbearbeitung kommen Bimetall-Sägebänder mit Bezeichnungen wie M42 oder M51 zum Einsatz.
Spezial-Sägebänder
In unserem Sortiment finden sich auch Spezialanfertigungen, die im Vergleich zu herkömmlichen Bandsägeblätter unvergleichbare Vorteile bieten.
- Das Bandsägeblatt mit Rückenverzahnung:
Für Kurvenschnitte z. B. beim Ausschneiden von dicken Schalenrohlingen für Drechsler. Durch die zusätzliche Zahnung am Bandrücken wird die Reibung in den Kurven reduziert und das Band schneidet sich frei.
- Feinschnitt-Sägebänder:
Die weltweit feinsten Bandsägenblätter mit einer Blattbreite x Blattstärke ab 1,02 x 0,36 mm. Sie ermöglichen das Sägen von engen Kurven mit Radien von weniger als 2 mm. Die Feinschnitt-Sägebänder sind nur auf dem speziell entwickelten Führungssystem einsetzbar.
Bitte beachten Sie, dass auch Material, Werkstückdicke, Holzfeuchte und Schnittrichtung bei Vollholz, benötigte Radien, Vorschubgeschwindigkeit etc. Einfluss auf die Schnittleistung und Schnittqualität haben. Bei speziellen Anforderungen kann es notwendig sein, mehrere Sägebänder zu testen, um das für sich und seine Projekte perfekte Bandsägeblatt zu ermitteln.