Gränsfors Bruks Äxte
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Gränsfors Bruks Äxte
EXPERTENWISSEN GRÄNSFORS BRUKS ÄXTE
Stahlerhitzung durch Induktion in der Gränsfors Bruks-Schmiede.
Welchen Stahl verwendet Gränsfors Bruks?
Der verwendet C55 Stahl, der nach eigenen Mischungsverhältnissen mit Silizium, Mangan und Vanadium legiert wird, kommt aus Ovako Smedjebacken in fünf verschiedenen Rohquerschnitten. Zu Beginn des Schmiedeprozesses wird der Stahl auf etwa 1200 °C erhitzt und rot-glühend unter einem original Arboga-Schmiedehammer aus den 1920er Jahren geformt. Neben der korrekten Positionierung des Stahls unter dem Schmiedehammer spielen hierbei Erfahrung und Augenmaß eine große Rolle. So entsteht unter den Händen des Schmieds Schritt für Schritt ein Axtkopf. Die Nachbearbeitung erfolgt per Hand mit einem Hammer auf dem Amboss. Anschließend wird der fertig handgefertigte Kopf seiner Funktion entsprechend angeschliffen und die Klinge danach bei 800 °C gehärtet. Zum Anlassen wird der Kopf bei 195 °C für eine Stunde in einen warmen Ofen gelegt. Dieser Vorgang verringert die durch das Schmieden und Härten aufgebaute Spannung im Stahl und ist ein wichtiger Schritt in der Fertigung. Die Schneide der Axt besitzt nun eine Härte von 57 HRC und wird mit einem Schlagtest auf eventuelle Risse oder zu geringe Härte geprüft. Besteht der Axtkopf diesen Test, wird er poliert und anschließend eingeölt.
Für welche Aufgaben stellt Gränsfors Bruk Äxte her?
Nach ihrer jeweiligen Verwendung werden die Axtmodelle in die vier Anwendungsbereiche Forstäxte, Spaltäxte, Zimmermannswerkzeuge/Blockhausbau und Doppeläxte unterteilt. Ein Forstbeil ist eine handliche und gleichzeitig robuste Axt. Das Beil eignet sich zum Entasten kleinerer Stämme oder dem Sammeln von Feuerholz. Eine Forstaxt eignet sich zum Fällen kleiner und mittlerer Bäume und zum anschließenden Entasten. Die Fällaxt von Gränsfors Bruk hat die traditionell amerikanische Form und eignet sich, wie der Name schon verrät, zum Fällen größerer Bäume. Beim Spalten von Holz wird zwischen Beil, Axt und Hammer unterschieden. Der Spalthammer hat ein deutlich größeres Kopfgewicht als ein Spaltbeil oder eine Spaltaxt. Sein sog. »Nacken« mit dicken Seitenwangen dient zum Eintreiben eines Spaltkeils. Für das Beschlagen und Behauen von Stämmen und Balken werden traditionelle Beschlagbeile mit einseitigem oder beidseitigem Anschliff sowie Stemmäxte und Tischlerbeile für die Herstellung von Holzverbindungen angeboten. Doppeläxte wurden ursprünglich als Fällaxt eingesetzt, heute jedoch meist in abgewandelter Form als sog. Wurfaxt genutzt.
Einstielen und Verkeilen des Axtstiels mit einer hydraulischen Presse.
Aus welchem Holz sind die Axtstiele?
Gränsfors Bruks stellt die Stiele im eigenen Werk her und nimmt die Stielung selbst vor. Hickory ist das perfekte Holz dafür, da es lange, parallele Fasern aufweist. Das Holz wird vor dem Fräsen langsam getrocknet, um zu verhindern, dass die Stiele nach der Montage weiter trocknen und sich lösen. Zum Schutz vor Feuchtigkeit wird der Stiel mit heißem Leinöl durchtränkt und mit Bienenwachs behandelt. Bei stark beanspruchten Axtmodellen wird ein zusätzlicher Stielschutz aus Metall montiert, der bei Fehlschlägen den Stiel schützt.
Wie kann ich meine Gränsfors Bruk Axt am besten pflegen?
Allen Äxten liegt ein Schneidenschutz aus Leder bei, der die scharfe Schneide beim Transport vor Beschädigungen schützt. Beim Aufsetzen sollten Schneide und Schneidenschutz trocken sein, um Rostansatz zu verhindern. Ab und an etwas Öl auf dem Axtkopf bietet anhaltenden Schutz. Bewahren Sie Ihre Axt an einem trockenen Ort auf. Der Axtstiel sollte jedoch nicht austrocknen, da er sich ansonsten vom Kopf lösen kann. Der Kopf von Äxten und Beilen ist nicht zum Einschlagen von Spaltkeilen geeignet, dies sollte nur mit der Schlagfläche eines Hammers (Spalthammer, nicht Spaltaxt) erfolgen. Überprüfen Sie regelmäßig den festen Sitz des Stiels (einen Ersatzstiel erhalten Sie ggf. bei DICTUM), schleifen und schärfen Sie die Schneide regelmäßig nach oder nutzen Sie den DICTUM Schärfservice.
Wo finde ich Kurse zum Axtschmieden?
Gränsfors Bruk bietet regelmäßig Schmiedekurse in Schweden an. Wenn Sie nicht ganz so weit reisen möchten und trotzdem an Schmiedekursen fürs Axtschmieden interessiert sind, finden Sie unter »Workshops« im Bereich »Metallbearbeitung« sicherlich etwas Passendes. DICTUM organisiert regelmäßig Schmiedekurse und andere Kurse für unterschiedliche Themen des Handwerks.
