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Akku-Schrauber
EXPERTENWISSEN AKKUSCHRAUBER
Warum einen Akkuschrauber in Profiqualität kaufen?
Günstige Akkuschrauber gibt es bereits ab 30 Euro. Warum also ein hochwertiges Akkugerät von Mafell oder Festool kaufen? Gerade bei sehr günstigen Angeboten gilt es, genau hinzuschauen. Allgemein sind Elektrowerkzeuge aus dem DIY-Bereich nicht mit Maschinen für den Profibereich vergleichbar. Ihre Nutzungsdauer pro Jahr beträgt meist nur wenige Minuten (z. B. eine Handbohrmaschine für den Hobbybereich wird mit einer Nutzungsdauer von ca. 3 Min./Jahr angesetzt), während Profigeräte für mehrstündige Nutzung pro Tag ausgelegt sind. Entsprechend ist das Innenleben der Geräte ausgestattet. Bei Profimaschinen werden hochwertige Lager und zuverlässige Motoren mit langer Lebensdauer verbaut. Insbesondere bei Akkuschraubern unterscheidet sich die Ausstattung deutlich. Im Profibereich sind mittlerweile Lithium-Ionen-Akkus mit 2,5 bis 5,2 Ah Kapazität Standard. Diese Akkus haben nicht den gefürchteten Memory-Effekt, der die Nutzungsdauer im Laufe der Zeit immer weiter verkürzt. Zudem verfügen sie in der Regel über einen Schutz gegen Tiefenentladung, die zur Zerstörung des Akkus führt. Ein hocheffizientes Ladegerät sorgt für schonendes Laden bei kurze Ladezeiten. Auch in der Ausstattung und im Zubehör gibt es große Unterschiede. Bei den günstigsten Angeboten ist in der Regel kein Akku dabei, er muss separat erworben werden. Billiggeräte haben meist ein festverbautes Bohrfutter, das sich nicht gegen anderes Zubehör wie Exzenterfutter oder Winkelvorsatz tauschen lässt. Akku-Schrauber von Mafell und Festool bieten hier deutlich mehr Möglichkeiten.
Welcher Akku-Schrauber ist der beste?
Der beste Akku-Schrauber ist der, der genau Ihre Anforderungen erfüllt. Und diese können sehr unterschiedlich sein. Überlegen Sie also vorab, ob Ihnen ein vielseitiger Akku-Bohrschrauber, mit dem Sie die meisten Arbeiten in der Holzwerkstatt erledigen können, ausreicht, oder ob Sie einen robusten Akku-Schlagbohrschrauber brauchen, der auch bei Löchern in etwas anspruchsvollerem Mauerwerk (Stahlbeton) nicht schlapp macht. Oder planen Sie einen umfassenden Innenausbau mit mehreren Trockenbauwänden? Dann ist ein Trockenbauschrauber inkl. Magazinvorsatz eine geschickte Wahl. Wenn Sie Ihre Reifen regelmäßig selbst wechseln, hilft Ihnen ein Akku-Drehschlagschrauber (Akku-Schlagschrauber) beim Lösen festsitzender Radmuttern und sorgt mit seiner Einstellung für das richtige Drehmoment beim Anziehen. (Nicht verwechseln: bei einem Akku-Schlagschrauber erfolgt der Schlag in Drehrichtung, bei einem Schlagbohrschrauber axial in Bohrrichtung.)
Welche Kapazität sollte ein Akku-Schrauber haben?
Die Akkukapazität gibt die entnehmbare Ladung an, sozusagen die Strommenge im Akku, seine Tankfüllung. Diese wird in Amperestunden (Ah) oder Wattstunden (Wh) gemessen und besagt, wie viel Strom der Zelle pro Stunde entnommen werden kann. Je höher die Akku-Kapazität, umso länger kann mit dem Gerät ohne Akkuwechsel gearbeitet werden (bei gleichbleibendem Stromverbrauch). Die Spannung wird in Volt (V) gemessen. Je mehr Akku-Zellen in Serie geschaltet sind, desto höher die Akku-Spannung. Je mehr Volt, desto höher die spontan zur Verfügung stehende Energie bzw. Kraft, z. B. das maximale Drehmoment bzw. der maximale Bohrdurchmesser. In der Praxis bedeutet dies, dass zum Beispiel ein kleiner Akku-Bohrschrauber für Möbelbauprojekte mit einem Akku mit 2,5 Ah/12 V in der Regel ausreichend bestückt ist, während ein größerer Akku-Schlagbohrschrauber beim Bohren in Beton deutlich mehr leisten muss und dafür mit einem Akku mit mind. 4 Ah und 18 V ausgestattet sein sollte.
So finden Sie die passenden Bits
Das geeignete Bit muss einerseits zu den verwendeten Schrauben passen, andererseits den Belastungen beim Verarbeiten standhalten. Das oft sehr unübersichtliche Angebot an unterschiedlichen Bits resultiert daraus, dass Schrauben- und Bit-Hersteller ihre Produkte ständig verbessern und für neue Anforderungen angepasste Lösungen bieten.
Welche Kapazität sollte ein Akku-Schrauber haben?
DieAkkukapazitätgibt die entnehmbare Ladung an, sozusagen die Strommenge im Akku, seine Tankfüllung. Diese wird in Amperestunden (Ah) oder Wattstunden (Wh) gemessen und besagt, wie viel Strom der Zelle pro Stunde entnommen werden kann. Je höher die Akku-Kapazität, umso länger kann mit dem Gerät ohne Akkuwechsel gearbeitet werden (bei gleichbleibendem Stromverbrauch). Die Spannung wird in Volt (V) gemessen. Je mehr Akku-Zellen in Serie geschaltet sind, desto höher die Akku-Spannung. Je mehr Volt, desto höher die spontan zur Verfügung stehende Energie bzw. Kraft, z. B. das maximale Drehmoment bzw. der maximale Bohrdurchmesser. In der Praxis bedeutet dies, dass zum Beispiel ein kleiner Akku-Bohrschrauber für Möbelbauprojekte mit einem Akku mit 2,5 Ah/12 V in der Regel ausreichend bestückt ist, während ein größerer Akku-Schlagbohrschrauber beim Bohren in Beton deutlich mehr leisten muss und dafür mit einem Akku mit mind. 4 Ah und 18 V ausgestattet sein sollte.
Welche Antriebsformen gibt es bei Schrauben im Holzbereich?
Als Antrieb wird die Form der Verbindung zwischen Schraube und Bit bezeichnet. Diese ist unabhängig von der Kopfform, bei der zum Beispiel zwischen Flachkopf, Senkkopf und Linsenkopf unterschieden wird.
Schlitz
Dieser sehr ursprüngliche Antrieb ist bereits seit dem Mittelalter bekannt. Er lässt sich sehr einfach durch das Einfeilen einer Kerbe in das herausstehende Ende der Schraube herstellen. Diese einfache Antriebsform hat jedoch mehrere Nachteile: Der Schraubendreher oder das Bit kann schnell nach außen abrutschen. Wenn der Schraubendreher nicht exakt in den Schlitz passt, wird der Schraubenkopf rasch beschädigt. Für schnelles, maschinelles Schrauben ist diese Schraubenkopfform ungeeignet.
Kreuzschlitz (Phillips, PH)
Als Verbesserung der Schlitzschraube wurde ein zweiter, über Kreuz stehender Schlitz in den Kopf eingebracht. Dabei wurde zugleich die Mitte vertieft, um mehr Angriffsfläche zu bieten. Diese Antriebsform hatte sich über lange Zeit durchgesetzt. Das Bit kann nicht mehr nach außen wegrutschen; bei geringem Anpressdruck rutscht das Bit jedoch auch durch und rattert, was zu Beschädigungen an Bit und Schraube führt.
Pozidriv-Schraube (PZ)
Eine Weiterentwicklung der Kreuzschlitzschraube ist die Pozidriv-Schraube. Sie hat zwischen den Kreuzschlitzen zusätzliche sternförmig angeordnete Kerben (um 45° gedreht). Als Gegenstück dazu greifen die Kanten des Pozidriv-Bits genau in die Kerben. Diese technische Verbesserung mindert das Problem des Durchrutschens.
Innensechskant (sog. Inbusschrauben)
Als Weiterentwicklung der Kreuzschlitzschraube kann auch die Innensechskantschraube betrachtet werden, die in Deutschland unter dem Markennamen »Inbus« geläufig ist. Die massive Bitform bietet viel Grifffläche und ist dabei sehr robust. Allerdings ist diese Antriebsform nicht für hochdrehende Schrauber geeignet und wird deshalb meist von Hand bewegt. Sie findet bevorzugt im Metallbereich ihre Anwendung.
Torx
Der Torx-Antrieb hat den Vorteil, dass noch mehr Grifffläche für den Bit geschaffen wird. Anstatt zwei Schlitze, wie bei der Kreuzschlitzschraube, sind hier, bildlich gesprochen, drei Schlitze zu einer Art Stern bzw. Zahnrad geformt. Durch Abrundung der Ecken (Wellenform) wird die Materialermüdung verringert. Im professionellen Einsatz sind Torx-Schrauben mittlerweile der Standard.
Einige Hersteller entwickeln für ihre Schrauben angepasste Kopfformen. Als Varianten wären zum Beispiel der Vielzahn sowie der Torx Plus, Tri-Wing, Innenvierkant und andere Neuentwicklungen zu nennen, die bisher nur in speziellen Einsatzbereichen (Kraftfahrzeugtechnik, Elektrotechnik, Sicherungstechnik) ihre Anwendung finden
Praktisches Zubehör für Akku-Schrauber
- Hochwertige Schnellladegeräte bieten nicht nur den Vorteil, dass die Akkus Ihres Bohrschraubers schneller geladen werden, sondern, dass der Ladevorgang auch schonender für die Batteriezellen erfolgt. Die Elektronik im Ladegerät überprüft dazu permanent den Ladezustand und die Temperatur der Zellen und passt den Ladestrom entsprechend an.
- Schnellwechsel-Bithalter verriegeln das Bit, sodass es beim schnellen Wechseln nicht im Schraubenkopf stecken bleiben kann, sondern fest im Bithalter sitzt. Durch leichten Druck bzw. Zurückschieben wird die Verriegelung gelöst und das Bit kann getauscht werden.
- Schnellspann-Bohrfutter gehören zu Grundausstattung hochwertiger Akkuschrauber. Sie ermöglichen das sichere Einspannen und Wechseln von Bohrwerkzeugen ohne Bohrfutterschlüssel.
- Ein Winkelvorsatz ermöglicht das Schrauben (und Bohren) über Eck bzw. im 90° Winkel zur Drehachse des Akku-Bohrschraubers. Hilfreich ist dies zum Beispiel bei der Montage von Möbeln, wenn in deren Innenraum nur wenig Platz für den Bohrschrauber zur Verfügung steht.
- Ein Exzentervorsatz dient zum randnahen Eindrehen/Lösen von Schrauben in Innenecken. Die Schraube kann auch bei sehr geringem Abstand zu einer Korpuswand rechtwinklig zur Oberfläche eingedreht und das Bit gerade angesetzt werden. Dies verringert die Gefahr des Abrutschens und Beschädigens der Schraube deutlich.
Bei Festool und Mafell können Sie zwischen unterschiedlichen Spannfuttern, Bithaltern und anderen Zubehören sekundenschnell und werkzeuglos wechseln.
So lebt Ihr Akku-Schrauber länger - Tipps für die Pflege
Kälte vermeiden! Vor allem ältere Akku-Bohrschrauber leiden unter niedrigen Temperaturen. Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus bewegen sich die Ionen zwischen Kathode und Anode in der Elektrolyt-Flüssigkeit bzw. dem Gel hin und her. Bei niedrigen Temperaturen wird diese Elektrolyt-Flüssigkeit zunehmend zäh. Die Ionen können sich dann nur noch langsam bewegen. Die Folge ist ein Spannungsabfall des Akkus bis hin zur plötzlichen Tiefenentladung. Lagern Sie Ihre Akkus entsprechend an einem beheizten Ort. Beim Transport bewahren Sie den Bohrschrauber samt Akku ab besten in einem isolierenden Koffer auf. Lassen Sie im Winter keine Akkugeräte über Nacht im Auto.
Richtig laden! Der Akku sollte stets zwischen 20 % und 80 % geladen sein. Hochwertige Akkus sind durch die eingebaute Elektronik gegen Tiefenentladung gesichert. Lassen Sie ältere Akkus nicht unnötig lange im Ladegerät. Vor allem bei einfachen, günstigen Ladegeräten kann sich der Akku nach dem Laden im Ladegerät wieder entladen. Bei den Modellen von Festool und Mafell schaltet das Ladegerät nach dem Aufladen automatisch in einen »Erhaltungsmodus« und hält den Ladezustand des Akkus aufrecht. Nutzen Sie einen Akku möglichst lange. Erst wenn der Akkuschrauber nicht weiterarbeitet bzw. die Ladezustandsanzeige am Akku anzeigt, dass dieser geladen werden muss, tauschen Sie den Akku gegen einen geladenen aus. Auch wenn dieser noch nicht vollständig geladen ist, nimmt er keinen Schaden. Moderne Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory-Effekt. Die Anzahl an Ladezyklen ist jedoch begrenzt.
Regelmäßig reinigen. Insbesondere Akku-Schlagbohrschrauber sind oft harten Arbeitsbedingungen mit viel Staub und Schmutz ausgesetzt. Vor allem Staub dringt in die Maschine ein und kann über einen längeren Zeitraum zu erhöhter Abnutzung im Inneren führen. Auch gummierte Flächen an Griff und Gehäuse leiden unter dem Schmutz und verspröden. Reinigen Sie Akkugeräte möglichst nach jedem Einsatz und blasen Sie die Lüftungsöffnungen mit Druckluft aus.