Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Kostenloser Standardversand ab 175€

Kostenloser Standardversand ab 175€ in DE
14 Tage Rückgaberecht

Sprache

Währung

Preisdarstellung

Die Preisdarstellung bezieht sich auf alle Preise und ist jederzeit änderbar.

Öle - Basiswissen

Geölte Holzoberflächen bleiben atmungsaktiv, widerstandsfähig und elastisch. Sie lassen sich einfach ausbessern und betonen die natürliche Maserung des Holzes. Warum Ölen eine ausgezeichnete Wahl für Holz ist, erfährst du in unserem Blogbeitrag.

Vorteile von geölten Oberflächen

  1. Atmungsaktiv Eine geölte Oberfläche bleibt atmungsaktiv und erhält den warmen, taktilen Charakter des Holzes.
  2. Verfestigung der Oberfläche Öle dringen tief in das Holz ein und verfestigen nach dem Aushärten die Oberfläche.
  3. Keine Versprödung und Rissbildung Da Öle auch nach ihrer Aushärtung elastisch bleiben, ist die Oberfläche trotz des Schwindens und Quellens des Holzes nicht rissgefährdet.
  4. Reparaturfreundlich Kleine Beschädigungen oder Abnutzungen der Oberfläche lassen sich durch erneuten, punktuellen Ölauftrag problemlos beseitigen.
  5. Mögliche Betonung der Maserung Die meisten Öle feuern die Maserung des Holzes an und bringen somit die natürliche Schönheit des Werkstoffes optimal zur Geltung.


Pflanzliche Öle

Pflanzliche Öle sind die bewährten Mittel zur natürlichen Oberflächenbehandlung von Holz. Sie werden aus pflanzlichen Rohstoffen extrahiert. In der Regel werden trocknende Öle verwendet, die im Kontakt mit Luftsauerstoff aushärten, wie z. B. Leinöl oder Tungöl. Die Trocknung wird durch die Reaktion der enthaltenen Fettsäuren mit dem Luftsauerstoff bewirkt. Diese Öle bilden auch die Basis vieler handelsüblicher Lacke und Firnisse, wobei meist zur Beschleunigung der Trocknung voroxidierte (verkochte) Öle zur Anwendung kommen oder chemische Trocknungsbeschleuniger zugegeben werden.


Als Verdünnung und auch zur aromatischen Anreicherung dienen dünnflüssige flüchtige Öle wie Balsamterpentin- oder Orangenöl. Sie eignen sich in reiner Form nicht für die Oberflächenbehandlung von Holz.


Daneben gibt es nicht aushärtende Öle, wie z. B. Kamelienöl. Sie eignen sich als Polituröle oder Rostschutzmittel für Metalle, für einen dauerhaften Holzschutz sind sie weniger geeignet.


Pflanzliche Öle sind in der Regel zur Erzielung spezifischer Eigenschaften untereinander mischbar.


Flachsblüte zur Leinölproduktion in Schweden

Mineralische Öle

Neben pflanzlichen Ölen kommt auch ein Mineralölderivat (Paraffinöl) in der Oberflächenbehandlung zum Einsatz. Allerdings härtet dieses Öl nicht aus und wird aufgrund dessen hauptsächlich als Polituröl verwendet.


Trocknungsbeschleuniger

Bei vielen käuflichen Ölmischungen sind zur Verkürzung der Trocknungszeiten sogenannte Trocknungsbeschleuniger, auch Sikkative genannt, beigemischt. Zunehmend wird dabei auf umweltgerechte Inhaltsstoffe geachtet. Früher wurde die katalytische Wirkung häufig durch Metallverbindungen (Schwermetalloxide etc.) erzeugt. Eine Verkürzung der Trockenzeit macht das Handling des Öls um einiges praktikabler, hat jedoch nicht immer nur Vorteile. Je nachdem, wie viel Sikkative prozentual beigemischt werden, kann die Eindringtiefe des Öls und damit die Langzeitschutzwirkung herabgesetzt werden. Auch die Alterungsbeständigkeit kann sich aufgrund der Sikkative verringern.

Untergrund

Ideal ist ein Schliff mit Körnung 150-180 sowie eine Holzfeuchte von unter 12 %. Ein zu feiner Schliff behindert das Eindringen des Öls. Die Oberfläche sollte nach dem Schleifen mit Wasser befeuchtet und nach Abtrocknung erneut geschliffen werden, um das Quellen der Fasern so gering wie möglich zu halten. Es besteht die Möglichkeit, eine einfache Schellackgrundierung vor dem Ölen aufzubringen. Die Grundierung wird jedoch nach dem Trocknen bis zur Holzoberfläche heruntergeschliffen (Lackschleifpapier Körnung 220). Sinn und Zweck dieser Behandlung ist die Verfestigung der Oberfläche sowie eine gleichmäßige Aufnahme des Öls. Speziell bei Holzarten, die häufig gegenläufige Maserung aufweisen und sehr stark saugend sind, wie z. B. Mahagoni, kann diese Behandlung zu einem gleichmäßigeren Oberflächenbild beitragen. Zudem wird der Ölverbrauch reduziert, da das Holz schon leicht vorgesättigt ist und nicht mehr so viel Öl aufnehmen kann.

Schichtaufbau

Für jede Oberflächenbehandlung gilt der Grundsatz »Weich auf hart«, also z. B. zuerst Schellackgrundierung, dann Ölen und zum Schluss Wachsauftrag. Bei mehreren Ölschichten kann der Erstauftrag verdünnt erfolgen (Anteil Balsamterpentinöl 10 %). Die weiteren Schichten jeweils nach guter Austrocknung der vorherigen (nicht nass in nass!) und mit Zwischenschliff (Körnung 220 bzw. 240).


Die meisten Öle können nach 1-2 Tagen zwischengeschliffen werden. Jedoch sieht man am Schleifpapier nach dieser kurzen Trockenzeit noch kleine klebrige Rückstände nach dem Schleifen.

Unsere Top Auswahl für Sie



Folgende Beiträge könnten Sie interessieren



So gelingen Schellack-Polituren

Wenn Sie einem hochwertigen Werkstück eine exklusive Oberfläche zugestehen wollen, führt kein Weg am Schellack vorbei. Wir verraten Ihnen, worauf Sie hierbei achten müssen.
Zum Blog

Pinsel, Walze oder Schwamm – Was ist besser?

Für unterschiedliche Anstrichmittel, wie Öle, Lacke oder Beizen, eignen sich verschiedene Auftragswerkzeuge mal mehr und mal weniger gut. 
Zum Blog

Wenn Sie bei uns bestellen

Eigene Entwicklung & Fertigung

wir denken Werkzeuge weiter – entwickelt und gefertigt nach höchsten Standards

Mehrfach geprüfte Qualität

Stahlanalyse und Härteprüfung im eigenen Labor, Funktions- und Verarbeitungsprüfung vom Experten

Über 175 Jahre Erfahrung im Handwerk

seit 1848 vereinen wir Wissen, Tradition und Werkzeuge aus aller Welt

Newsletter mit echtem Mehrwert

  • Spannende Produktneuheiten
  • Ausgewählte Angebote nur für Newsletter-Abonnenten
  • Tipps und Tricks für Werkstatt, Küche und Garten
  • Interessante Neuigkeiten rund um DICTUM
Zum Newsletter anmelden