Kiefernholzteer
Kiefernteeröl wird durch die schonende Verschwelung harzreicher Kiefernwurzelstöcke gewonnen und zählt zu den traditionellen Holzschutzmitteln. Es dringt tief in das Holz ein, schützt langfristig vor Fäulnis sowie Pilz- und Insektenbefall und verleiht der Oberfläche eine charakteristische braune Färbung. Durch seine langsame Trocknung sollte es besonders dünn aufgetragen werden.
Herstellung
Kiefernteeröl wird durch Verschwelung und sorgfältige Destillation von harz- reichen Kiefernwurzelstöcken gewonnen.
Eigenschaften
- Stark rauchiges Aroma
- Zieht tief in das Holz ein, trocknet jedoch sehr langsam
- Hoher Langzeitschutz vor Fäulnis, Pilz- und Insektenbefall
- Hellbraune bis dunkelbraune Färbung, je nach Destillationsgrad
Anwendung
Als Anstrich für Häuser, Schindeln, Zäune oder Bootsplanken.
Mit Kiefernholzteer konservierte Holzschindeln
auf einem schwedischen Kirchendach.
Trocknungszeiten
Kiefernholzteer trocknet sehr langsam. Bis zu 3 Wochen Trockenzeit abhängig von Temperatur und Holzart sind keine Seltenheit. Wir empfehlen deshalb einen sehr dünnen Auftrag. Sollte beim Auftrag zuviel Teer auf der Oberfläche stehen bleiben, empfehlen wir, die Oberfläche im frischen Zustand mit einem Lappen abzureiben.
Auftrag
Ähnlich einer Lasur wird der Teer mit einem Pinsel auf die Objekte aufgetragen. Kiefernholzteer ist für ein besseres Streichverhalten mit Leinöl mischbar und lässt sich auch mit Balsamterpentinöl verdünnen.
Rezeptvorschläge
Kiefernholzteer-Ölmischung
Diese Mischung ist aufgrund des Ölanteils deutlich leichter aufzutragen als der rohe Kiefernholzteer.
800 ml Kiefernholzteer, 200 ml Leinöl roh
Schwedenrot-Anstrich
Die älteste skandinavische Farbe für Außenwände an Blockhütten.
Erstauftrag: 800 ml Kiefernholzteer, 120 g Eisenoxid, 120 ml Balsamterpentinöl
Zweitauftrag:
960 ml Kiefernholzteer, 145 g Eisenoxid
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