Fällkeile / Fällheber
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Fällkeile / Fällheber
EXPERTENWISSEN FÄLLKEILE / FÄLLHEBER
Worauf Sie bei Fällkeilen achten müssen
- Ein Fällkeil muss immer aus einem Material sein, das das eigentliche Fällwerkzeug nicht beschädigt (also die Kette der Motorsäge oder die Schneide der Axt). Geeignet sind Aluminium und Kunststoff, früher wurde auch Holz verwendet.
- Wählen Sie einen Fällkeil, der gut in den Spalt bzw. Sägeschnitt passt. Fällkeile werden in unterschiedlichen Größen, Längen und mit verschiedenen Keilwinkeln angeboten.
- Schlagen Sie den Fällkeil nur mit einem geeigneten Werkzeug ein (z. B. Spalthammer / Schlegelaxt).
- Forstkeil ist ein Überbegriff für Spaltkeile und Fällkeile. Es gibt Keile, die für beide Einsatzgebiete geeignet sind. Spaltkeile sind jedoch oft aus Stahl und haben einen zu großen Keilwinkel oder eine für das Fällen ungeeignete Größe und Form.
Unterschied zwischen Fäll- und Spaltkeil
Forstkeile sind unverzichtbare Werkzeuge bei der Holzernte und -bearbeitung, sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben, je nachdem, ob es um das Fällen oder Spalten von Holz geht.
- Fällkeil: Diese Keile werden verwendet, um Bäume sicher und kontrolliert zu fällen. Nachdem der Fällschnitt am Baum vorgenommen wurde, wird der Fällkeil in den Schnittspalt geschlagen. Dadurch wird der Spalt verbreitert und der Baum in die gewünschte Fallrichtung gelenkt. Besonders nützlich sind mechanische Fällkeile, die durch eine eingebaute Mechanik eine zusätzliche Spreizkraft erzeugen. Dies reduziert den körperlichen Kraftaufwand und erhöht die Präzision beim Fällen des Baumes.
- Spaltkeil: Diese Keile kommen beim Spalten von Holz zum Einsatz. Sie können dabei helfen, Meterstücke oder auch Rundlinge mit 250-300 mm Länge effizient zu zerteilen. Spaltkeile sind in der Regel massiv und haben einen hohen Steigungswinkel, um ein Festsetzen im Holz zu verhindern.
Zusammengefasst sind Fällkeile auf die präzise Steuerung beim Baumfällen ausgelegt, während Spaltkeile eine hohe Effizienz beim Auftrennen von Holz bieten.
Welche speziellen Bezeichnungen findet man bei Forstkeilen?
Spindelkeile (mechanische Fällkeile):
Diese Keile unterscheiden sich von herkömmlichen Keilen dadurch, dass sie nicht durch Schläge, sondern mittels eines Spindelmechanismus in den Holzspalt getrieben werden. Ein Akkuschrauber (Schlagschrauber) dreht die Spindel, wodurch sich zwei Metallplatten spreizen und den Baum ohne großen Kraftaufwand in die gewünschte Richtung fallen lassen. Dies sorgt für eine präzise und mühelose Fällung. Der Nachteil dieser Form des Fällkeils ist das hohe Gewicht.
Drehspaltkeile
Diese Keile sind speziell für das Zerteilen von Brennholz konzipiert. Durch ihre gedrehte Form erreichen sie eine maximale Spaltwirkung und bleiben fest im Holz verankert. Die Formgebung sorgt dafür, dass das Holz besonders effizient gespalten wird.
Nachsetzkeile
Bei besonders großen Fällarbeiten kommen Nachsetzkeile zum Einsatz. Diese werden zusätzlich zu einem bereits eingesetzten Fällkeil in den Schnittspalt getrieben. Dadurch wird der Spreizwinkel vergrößert.
Winterkeile
Diese Keile besitzen eine stärkere Schuppung als Standard-Fälllkeile aus Kunststoff. Der Fällkeil haftet somit besser, die Schuppung verhindert ein Zurückspringen.
Motorsägenkeile
Motorsägenkeile bestehen häufig aus robustem, aber schneidenschonendem Aluminium oder aus Kunststoff. Bei großen Baumdurchmessern oder bestimmten Schnitttechniken wird der Keil zum Aufhalten der Fuge in den Fällschnitt gesetzt. Das Schwert der Motorsäge kann so bis zur Bruchleiste frei arbeiten. Kommt es zu einem Rückstoß ins Keilmaterial, bleibt die Schneide der Kette intakt und es kann ohne Unterbrechung weitergearbeitet werden. Der beschädigte Kunststoffkeil kann kostengünstig ersetzt werden. Das Gewicht ist beim Motorsägenkeil ein entscheidender Faktor, da die Fällkeile zusätzlich zur sonstigen Ausrüstung (meist am Mann) mitgetragen werden.
Auch für das Offenhalten von Schnittfugen beim Ablängen von unter Spannung stehenden Stämmen, z. B. Windbruch, eignen sich Fällkeile.
Jede dieser Keiltypen ist auf spezielle Anforderungen und Tätigkeiten ausgelegt und sorgt je nach Bedarf für eine präzisere, sicherere und effizientere Forstarbeit.
Umgang mit Metallkeilen!
Bei Keilen aus Stahl oder Aluminium kann es zu einer Bartbildung am Keil kommen. Dieser aufgeworfene Grat kann scharfkantig sein und sollte von Zeit zu Zeit entfernt werden, um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten.
Einsatz von Fällhebern
Ein Fällheber dient dazu aus der Hocke mit Hilfe der Oberschenkelmuskulatur einen zu fällenden Baum umzuhebeln. Entgegen dem Umdrücken von Hand ist dies eine sicherere Arbeitsweise. Der Fällheber sollte bis maximal Ø 25 cm starken Bäumen (auf Brusthöhe gemessen) eingesetzt werden.