Oberflächenbearbeitung

Oberflächenmittel
Oberflächenfibel

Was wäre naheliegender, als für den Schutz des Holzes jene Mittel zu verwenden, die uns die Natur geschenkt hat?

Pflanzliche Öle, Wachse und Harze haben sich seit Jahrtausenden für die Konservierung und das Anfeuern der Maserung bei Holz bewährt: Sie sind umweltfreundlich und im Auftrag unkompliziert.

Wir bieten die Mittel in reiner Form an.

 
Leime und Kleber

Schon seit mehr als 4000 Jahren werden pflanzliche und tierische Leime verwendet, um Holz und andere Werkstoffe untereinander zu verbinden. Die Vielfalt der heutzutage angebotenen Leime und Kleber ist fast schon unüberschaubar. Von traditionellen reversiblen pflanzlichen und tierischen Leimen über Polyvinylacetatkleber (der normale Weißleim) und wasserfesten, schäumenden Polyurethan-Leimen bis hin zum Zwei-Komponentenkleber gibt es zahlreiche Abwandlungen und Varianten.

Fast jeder Anwendungsfall verlangt nach einem speziellen Klebstoff und die einzelnen Klebstoffe sind zu unterschiedlich in der Anwendung, um deren Verarbeitung umfassend darzustellen. Ein ganz wesentlicher Faktor, der zudem über die Beständigkeit der Leimfuge entscheidet, ist jedoch bei allen Verklebungen der gleiche: Die Vorbereitung der Leimflächen.

Richtige Vorbereitung von Leimflächen

Der Mechanismus des Klebens und Verleimens beruht auf dem Zusammenspiel zweier wesentlicher Faktoren: Adhäsion und Kohäsion, die wir im Folgenden kurz erklären.

Im Bild sehen Sie eine Nahaufnahme der Leimfuge.

Nahaufnahme der Leimfuge

Die markierten Kräfte teilen sich in Adhäsionskräfte (Anhangskräfte) und Kohäsionskräfte (Zusammenhangskräfte).

Die Adhäsionskraft ist die Kraft, durch die Atome oder Moleküle verschiedener Körper (in unserem Beispiel Holz und Leim) zusammengehalten werden.

Kohäsionskräfte sind Kräfte, durch die Atome oder Moleküle gleicher Körper zusammengehalten werden. In unserem Fall ist dies der Zusammenhalt der Klebstoffteilchen untereinander.

Beeinflussung der Kohäsionskraft

Die eigentliche Kohäsionskraft lässt sich vom Anwender nicht wesentlich beeinflussen und ist abhängig von der Leimart und deren Herstellung. Natürlich sollte immer auf die richtige Anmischung geachtet werden und das Verfallsdatum nicht überschritten werden. Was aber der Anwender sehr wohl beeinflussen kann, ist die Passgenauigkeit der Fügeteile und der daraus resultierende Abstand der Klebeflächen. Ist die Leimfuge dicker als 0,2 mm, nimmt die Kraft in der Leimfuge deutlich ab. Für ein optimales Ergebnis sollten Holzflächen möglichst kurz nach dem Fügen verleimt werden. Bei einer längeren Verzögerung kann sich die exakt passende Fügefläche durch Feuchteschwankungen leicht verziehen; weiterhin kann bei stark öligen Hölzern wie Teak Öl austreten, was einen sauberen Kontakt verhindert.

Beeinflussung der Adhäsionskraft

Sie kann gezielt vom Anwender beeinflusst werden, z. B. durch saubere (fettfreie) Fügeflächen. Auf einer fett- oder ölhaltigen Fläche kann der Leim nicht haften. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, Klebeflächen mit Aceton oder Alkohol abzuwischen. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist der gleichmäßig dünne Auftrag des Klebstoffs. Bei einem ungleichmäßigem Auftrag von Kleber sind die Bindekräfte zwischen Holz und Leim an manchen Stellen gar nicht vorhanden und damit ist die Bindekraft in der Leimfuge insgesamt geringer.