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Forstnerbohrer
EXPERTENWISSEN FORSTNERBOHRER
Was macht man mit einem Forstnerbohrer?
Typische Anwendungen liegen im Möbelbau und in der Zimmerei. Im Möbelbau wird der Forstnerbohrer unter anderem für Topfbandbohrungen eingesetzt; daher ist auch die Bezeichnung Topfbohrer gebräuchlich. Auch Sacklöcher für Verbindungen mit Schrauben oder Holzdübeln zählen zu seinen klassischen Einsatzbereichen.
Der Forstnerbohrer wird zudem als Astlochbohrer bezeichnet, da er sich hervorragend zum präzisen Ausbohren von Astlöchern eignet. Bohren Sie das störende Astloch mit dem Forstnerbohrer aus und setzen Sie einen Querholzdübel aus demselben Holzstück oder aus einem ähnlich gemaserten Stück ein – so ist das Astloch anschließend kaum noch zu sehen.
Was ist bei der Arbeit mit dem Forstnerbohrer zu beachten?
Vor dem Ansetzen des Forstnerbohrers sollten Sie zwei Punkte berücksichtigen:
- Bohren Sie vor, damit die Zentrierspitze des Forstnerbohrers sauber geführt wird.
- Achten Sie beim Bohren stets auf die richtige Drehzahl.
Vorbohren
Bei der Verwendung eines Forstnerbohrers sollten Sie immer vorbohren: Die Zentrierspitze ist in der Regel nicht schneidend ausgeführt. Bohren Sie daher ein Loch in der Tiefe und mit dem Durchmesser der Zentrierspitze vor. So müssen Sie die stumpfe Zentrierspitze nicht mit Kraft in das Werkstück drücken – sie gleitet leicht und präzise in das vorgebohrte Loch und wird sauber geführt.
Durchmesser
Bei Topfbandbohrungen oder Sacklöchern ist der benötigte Durchmesser in der Regel vorgegeben. Wenn Sie ein Astloch entfernen möchten, orientieren Sie sich möglichst genau am Durchmesser des zu entfernenden Bereichs. Dabei gilt: lieber einen Millimeter mehr als einen Millimeter zu wenig abtragen. Beachten Sie außerdem, dass in der Mitte eine Vorbohrung für die Zentrierspitze erforderlich ist.
Forstnerbohrer sind in vielen Größen erhältlich. Gängige Durchmesser liegen zwischen 10 und 50 mm; Sondergrößen reichen bis 150 mm.
Drehzahl
Die richtige Drehzahl ist beim Bohren mit dem Forstnerbohrer entscheidend. Grundsätzlich gilt: Ein Forstnerbohrer wird mit geringerer Drehzahl betrieben als ein Spiralbohrer. Der Bohrer darf nicht heiß laufen. Dabei riskieren Sie nicht nur Brandspuren; auch die Hauptschneiden stumpfen bei zu hohen Temperaturen schnell ab. Beginnen Sie daher immer mit niedriger Drehzahl und erhöhen Sie diese nur langsam.
Bei Arbeiten in Weichholz kann die Drehzahl etwas höher gewählt werden als bei Hartholz. Bei einem Forstnerbohrer mit 10 mm Durchmesser können Sie von etwa 2000 U/min in Hartholz und 2400 U/min in Weichholz ausgehen.
Je größer der Durchmesser, desto niedriger muss die Drehzahl gewählt werden. Bei 20 mm Durchmesser sollten die Drehzahlen bei etwa 1000 U/min in Hartholz und 1800 U/min in Weichholz liegen. Ab 40 mm Durchmesser sollten Sie maximal 500 U/min in Hartholz und 1000 U/min in Weichholz wählen. Im Zweifel ist eine niedrigere Drehzahl die bessere Wahl.