Kapp- und Gehrungssäge kaufen – das sollten Sie wissen
 

Sie suchen nach einer passenden Kapp-, Gehrungs- oder Zugsäge für Ihre Werkstatt? Dann sollten Sie sich die Aufgaben vor Augen führen, die üblicherweise bei Ihnen anfallen. Auf dieser Grundlage können Sie entscheiden, welche Ausstattung die Säge mitbringen muss und welchen Betrag Sie investieren möchten. Denn in einem Handwerksbetrieb werden andere Maschinen benötigt als in einer privaten Werkstatt. Grundsätzlich verwenden Sie Kappsägen, Gehrungssägen und Zugsägen immer dann, wenn Sie ebenso präzise wie schnell Werkstücke auf Länge zusägen möchten.

Zug-, Kapp- und Gehrungssäge – Was ist der Unterschied?

Als Erstes sollten Sie sich mit den drei unterschiedlichen Sägetypen – also Kappsäge, Gehrungssäge und Zugsäge – beschäftigen. Auf der Grundlage Ihrer Arbeitsaufgaben fällen Sie dann eine Entscheidung für das eine oder andere Modell.

Festool Kapp-Zugsäge

Mit guten Kappsägen lässt sich präzise arbeiten. Kappzugsägen sind beim Verlegen von Fertigpakett und Laminat sehr praktisch.

 

Kappsäge – Mehr als eine Kreissäge

Eine Kappsäge ähnelt einer Kreissäge. Der Unterschied besteht darin, dass bei der Kappsäge das Sägeaggregat (Sägeblatt) an einem Gelenk befestigt ist. Das Werkstück liegt fest auf dem Anschlagstisch auf, zum Sägen wird das Aggregat einfach nach unten geschwenkt. Dadurch können Sie Werkstücke relativ genau im rechten Winkel zuschneiden. Zu beachten ist, dass die meisten Kappsägen aufgrund ihrer Bauweise nur für Werkstücke bis zu einer gewissen Dicke eingesetzt werden können.

Gehrungssäge – exakte Winkelschnitte

Eine Gehrungssäge unterscheidet sich von einer Kappsäge durch ein zusätzliches Gelenk, mit dem Sie den Schnittwinkel anpassen können. So sind flexiblere Zuschnitte auf Gehrung möglich. Der Gehrungswinkel lässt sich abhängig von der Maschine von 45 bis 60 Grad ändern, was für bestimmte Arbeitsschritte wichtig ist, zum Beispiel wenn Bretter oder Balken in speziellem Winkel geschnitten (sog. Schifterschnitte) oder Rahmen an den Ecken mit einer Gehrung verbunden werden sollen. Für oft benötigte Winkel, zum Beispiel 22,5 Grad, 30 Grad und 45 Grad haben die meisten Gehrungssägen vordefinierte Rasten.

Festool Kapp-Zugsäge

Die Neigung des Sägekopfs kann bei dieser Gehrungssäge verändert werden.

 

Zugsäge – Sägekopf lässt sich verschieben

Eine Zugsäge (teils auch als Paneelsäge bezeichnet) unterscheidet sich von einer Kappsäge in einem Detail des Aufbaus. Der Sägekopf, an dem das Sägeblatt befestigt wird, ist hier nicht nur über ein Gelenk mit dem Gestell verbunden. Stattdessen befindet er sich er sich an einer Schiene, die es Ihnen ermöglicht, den Kopf zu verschieben. Beim Sägeschnitt mit der Zugsäge wird das Aggregat nach unten geschwenkt und das Sägeblatt nach vorne durchs Werkstück gezogen. Dadurch können Sie Werkstücke mit größerem Querschnitt bearbeitet werden. Sie haben je nach Ausführung eine deutlich größere Schnittlänge als einfache Kappsägen.

So funktioniert eine Kapp- und Gehrungssäge

Die Arbeitsweise einer Kapp-, Gehrungs- und Zugsäge lässt sich mit Blick auf den Aufbau erklären.

Auf dem Sägegestell sind alle weiteren Teile der Maschine montiert. Es bildet somit die Grundlage für die Maschine und sollte daher möglichst robust ausgeführt sein. Teils ist das Sägegestell auch sehr flexibel handhabbar. Feststellbare Rollen sorgen hier für Komfort.

Auf dem Sägetisch bzw. dem Drehteller legen Sie das Werkstück auf. Die meisten Maschinen bieten hier auch die Möglichkeit, das Werkstück zu fixieren, sodass Sie präzise und sicher arbeiten können.

Festool Kapp-Zugsäge

Hohe Verarbeitungsqualität sorgt dafür, dass Sie sich auf Ihre Säge verlassen können.

 

Das Gelenk, an dem die Kappsäge befestigt ist, ermöglicht es Ihnen, den Kopf mit dem Sägeblatt auf und ab zu bewegen, sodass ein Schnitt durch das Werkstück möglich wird. Gehrungssägen haben ein zweites Gelenk, über das Sie das Sägeaggregat seitlich schwenken können. Manche Gehrungssägen lassen sich zusätzlich auch vertikal neigen, sodass Winkelschnitte in zwei Achsen möglich sind, sog. Schifterschnitte.

Die Stärke des Motors bestimmt, welche Materialstärken mit dem jeweiligen Modell möglich sind. Den Strom erhalten die Maschinen meist über Kabel, mittlerweile sind auch hochwertige Akku-Lösungen verfügbar.

Das Sägeblatt ist direkt mit dem Motor verbunden. Die Geschwindigkeit wird meist über eine Elektronik geregelt. Zum Schutz vor Verletzungen wird das Sägeblatt in der Regel durch eine schwenkbare Abdeckung verdeckt, die beim Sägeschnitt automatisch öffnet bzw. das Sägeblatt verbirgt, wenn das Aggregat in Ruhestellung ist.

Sonderform: Kappschienen-Säge – besonders flexibel kappen

Die Kappschienen-Säge wird auch als Tauchsäge mit Schiene bezeichnet und kann anstatt der gängigen Kapp- und Gehrungssägen zum Einsatz kommen. Sie ist nicht fest auf einem Tisch montiert, sondern lässt sich auf passenden Schienen aufsetzen. Die Schienen werden auf das jeweilige Werkstück gesetzt und ausgerichtet. So sind Schnitte schnell und präzise realisierbar. Spezielle Kappsägen, bei denen eine Kappschiene mit Winkelanschlägen fest mit der Handkreissäge verbunden wird, ermöglichen sogar freistehendes Arbeiten ohne Auflage.

Diese Materialien können Sie mit einer Kapp- und Gehrungssäge bearbeiten

Egal ob Kapp-, Gehrungs- oder Zugsäge: Es können eine Reihe von unterschiedlichen Materialien bearbeitet werden. Voraussetzung hierfür ist immer das richtige Sägeblatt. Dann steht der Bearbeitung nichts im Weg. Grundsätzlich lassen sich mit Kapp- und Gehrungssägen sehr gut Bauteile mit identischen Abmessungen herstellen, zum Beispiel wenn es darum geht, einen Boden aus Holz, Fertigpakett oder Laminat zu verlegen.

Neben dem Einsatz von Kapp- und Gehrungssägen für Holz (auch der Zuschnitt von Brennholz ist damit möglich) kommen diese Sägen auch zur Bearbeitung von Metall- oder Kunststof auf Baustellen oder in Werkstätten zum Einsatz.

Das sollten Sie beim Kauf einer Kappsäge, Gehrungssäge oder Zugsäge beachten

Wenn Sie sich für einen der drei Typen – Kappsäge, Gehrungssäge oder Zugsäge – entschieden haben, dann haben Sie bereits den ersten Schritt getan. Nun gilt es, sich mit den Details der jeweiligen Maschine zu beschäftigen. Wichtige Punkte dabei sind:

Schnittwerte der Säge: Üblicherweise beträgt die Schnitttiefe einer Kapp- und Gehrungssäge bis zu rund 110 mm. Das heißt, dass das Werkstück bis zu 11 cm dick sein darf. Abhängig ist dies von der Größe des Sägeblatts. Zugsägen haben üblicherweise eine deutlich größere Schnitttiefe. Die Schnittlänge kann bei gut 300 mm liegen.

Motor: Je härter das Material, das geschnitten werden muss, desto größere Leistungsreserven sollte der Motor haben. Der übliche Leistungsbereich beginnt bei etwa 1000 Watt und reicht bis über 2000 Watt. Wenn Sie häufig harte Hölzer schneiden müssen, sollten Sie auch auf eine möglichst hohe Leerlaufdrehzahl achten. Manche Maschinen rotieren die Sägeblätter mit einer Geschwindigkeit von 5.000 Umdrehungen pro Minute. Die Leerlaufdrehzahl ist auch einstellbar.

Festool Universal-Sägeblat

Wenn Sie nach einem Sägeblatt suchen, das für viele Aufgaben verwendet werden kann, dann greifen Sie zu einem guten Universal-Modell – so einem wie dem Festool Universal-Sägeblatt.

 

Sägeblatt: Der Durchmesser des Sägeblatts bedingt die Schnitttiefe und somit auch die maximale Höhe des Werkstücks. Je nach Modell sind Durchmesser mit 30 cm oder auch mehr möglich. Daneben ist die Art des Sägeblatts entscheidend. Für die Bearbeitung unterschiedlicher Materialien gibt es verschiedene Sägeblätter mit angepassten Sägezähnen. Für saubere und ausrissarme Querschnitte in Vollholz sowie beschichtete oder furnierte Platten können Sie beispielsweise ein Feinzahn-Sägeblatt verwenden. Suchen Sie nach einer Allround-Lösung, die möglichst viele Einsatzbereiche abdeckt, dann greifen Sie zu einem Universal-Sägeblatt. Für besonders anspruchsvolle Schneidarbeiten bei harten Materialien gibt es eine Palette an Spezial-Sägeblättern. Verwenden Sie stets nur Sägeblätter mit einem passenden Durchmesser und einer passenden Achsbohrung. Achten Sie auf die Herstellerangaben.

Sägeblätter für Handkreissägen

Mehr Informationen zum grundsätzlichen Aufbau von Sägeblättern finden Sie in unserem Blogbeitrag Sägeblätter für Handkreissägen.

 

Gewicht: Das Gesamtgewicht der Säge kann stark variieren, eine Differenz von 40 % und mehr zwischen den leichtesten und den schwersten Modellen ist je nach Hersteller keine Seltenheit. Achten Sie also auf den Einsatzzweck. Wenn die Maschine hauptsächlich stationär verwendet wird, empfiehlt sich ein schwereres Modell. Soll es häufig mobil verwendet werden, kann ein etwas leichteres Modell sinnvoll sein. Gerade bei mobilem Einsatz sollten Sie auch auf gute Tragegriffe achten, die es ermöglichen, die Kapp- und Gehrungssäge mit geringem Aufwand zu transportieren.

Stromversorgung: Wenn es Sie nicht einschränkt, kabelgebunden zu arbeiten, dann sollten Sie sich für diese Variante entscheiden. Denn diese Maschinen haben meist eine höhere Leistung. Ansonsten wählen Sie eine akkubetriebene Maschine mit ausdauernden Strom-Speichern.

Festool Kapp-Zugsäge

Mit Kapp-Zugsägen lassen sich auch tiefere Werkstücke gut bearbeiten.

 

Sägetisch: Bei manchen Modellen lässt sich die Auflagefläche des Sägetisches vergrößern. Durch eine Tischverlängerung / Tischverbreiterung können Sie den Sägetisch an spezielle Werkstücke anpassen.

Anschlagschiene: Achten Sie darauf, dass das Modell über eine stabile Anschlagschiene verfügt, die Ihnen den präzisen Zuschnitt erleichtert.

Spannfunktion: Mit einer Spannvorrichtung können Sie das Werkstück fixieren. Mit den zusätzlichen Justierschrauben an einer Gehrungssäge können Sie außerdem den Winkel festmachen. Hohe Verarbeitungsqualität ist hier wichtig, damit nichts wankelt.

Absaugfunktion: Teils verfügen die Sägen über spezielle Absaugvorrichtungen, die das Arbeiten deutlich komfortabler und sicherer gestalten, da sie Luft und Werkstück staubfrei halten. Ansonsten erfüllen Fangbehälter eine ähnliche Funktion.

Schnitthilfe: Gute Kapp- und Gehrungssägen bieten Ihnen eingebaute Schnitthilfen, die den Schnittbereich auf dem Werkstück mit Laser oder LED-Lichtern anzeigen. Feststellvorrichtung: Die Möglichkeit, das Sägeblatt mit einem Knopfdruck festzumachen, ist in der Praxis sehr wertvoll. Das hilft Ihnen nicht nur beim Wechsel des Sägeblatts sondern auch beim Transport.

Das kostet eine Profi-Kappsäge

Der Preisbereich für diese Art von Sägen ist sehr groß. Das liegt daran, dass die Qualitätsunterschiede zwischen Profi-Geräten und wenig robusten Billigprodukten mindesten ebenso groß sind. Wenn Sie auf Qualität setzen, dann erhalten Sie allerdings eine Maschine, die über Jahrzehnte ein verlässlicher Begleiter sein kann. Und dann lohnt sich auch die Investition, die für eine gut ausgestattete Profi-Säge mit Zugsystem bei um 800 Euro liegt.

Kapp- und Gehrungssägen – Top-Modelle für Profis

Professionelle Anwender haben höchste Ansprüche an Robustheit, Verarbeitung, Handhabung und Ausstattung Ihrer Kapp- und Gehrungssäge. Doch auch für die Anwendung in der heimischen Werkstatt kann eine hochwertige Maschine Sinn machen. Wollen Sie morgen noch Spaß an Ihrer Maschine haben? Dann greifen Sie zu Qualität.

Festool Kapp-Zugsäge KS 60 E KAPEX

Extrem stabil und dabei vergleichsweise gut transportierbar: die Festool Kapp-Zugsäge erfüllt höchste Ansprüche, wenn es um mobiles Arbeiten auf Baustellen oder in der Werkstatt geht – inklusive ergonomischen Tragegriffen, Kabelaufwicklung und Transportsicherung. Mit einem Gehrungswinkel von bis zu 60 Grad und einem Neigungswinkel von bis zu 47 Grad hilft Ihnen diese Maschine bei den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen. Die Leistung beträgt 1200 Watt, die Leerlaufdrehzahl 1300 bis 3500 U/min. Bei einem Schnitt mit 90 Grad betragen die Schnittwerte 305 x 60 mm. Über die Doppelsäulen wird das Sägeblatt präzise geführt.

Festool Kapp-Zugsäge KS 60 E KAPEX

Robust und dennoch mobil: Festool KS 60 E KAPEX.

 

Ergänzt wird das Ausstattungspaket durch LED-Licht für die Schnittlinienanzeige und eine Winkelschmiege. Ideal ist die Maschine für Sie, wenn Sie häufig Montagearbeiten durchführen müssen, oder aber Bretter ablängen oder Leisten kappen. Und noch für viele andere Aufgaben können Sie diese Maschine bestens einsetzen.

Nichts geht über die perfekte Führung, die diese Festtool Kapp-Zugsäge bietet. Der Schlitten bleibt dank beidseitiger Kugelbuchsen sicher auf Kurs. Die Säulen sind extra groß und besonders stabil ausgeführt. Dopellinienlaser und millimetergenaue Feineinstellung erlauben es Ihnen, besonders präzise zu arbeiten. Die Schnitttiefe bei 90 Grad beträgt 305 x 88 mm, mit der integrierten Sonderkappstellung sind auch 60 x 120 mm möglich. Die Leistungsaufnahme der Maschine beträgt 1600 Watt, die Leerlaufdrehzahl liegt bei 1400 - 3400 U/min. Fastfix Sägeblattwechsel und Schnellbremse komplettieren die umfangreiche Ausstattung. Egal ob Sie Leisten einpassen, das Bretter ablängen oder Kranzprofile einfassen: Wenn Sie nach Extraklasse suchen, mit der Sie über viele Jahre verlässlich arbeiten können, dann ist das Ihre Wahl.

Festool KS 120 REB KAPEX

Präzises Arbeiten: darauf ist die Festool KS 120 REB KAPEX ausgelegt.

 
 

MAFELL Kappschienen-Säge KSS 50 cc

 

Ja nach Arbeitsaufgaben kann eine Kappschienen-Säge eine sinnvolle Option sein – gerade wenn Sie nach maximaler Flexibilität suchen, zum Beispiel im Innenausbau. Das Gewicht dieser Mafell Kappschienen-Säge liegt bei etwas mehr als 5 Kilogramm. Die Schnitttiefe beträgt bis zu 58 mm, die Maschine kann mit unterschiedlichen Schienen je nach Längenanforderungen kombiniert werden. Der Schwenkbereich beträgt bis zu 45 Grad. Die Leistungsaufnahme der Maschine liegt bei 1300 Watt, die Leerlaufdrehzahl bei 5700 U/min. Vollholz und Plattenwerkstoffe können Sie damit ebenso gut schneiden wie Dämmstoffe. Ideal ist die Maschine für alle Arten von Längs-, Quer-, Tauch- und Ausschnitten.

MAFELL Kappschienen-Säge KSS 50 cc

Wer größere Flexibilität braucht, für den kann eine Kappschienen-Säge sinnvoll sein.

 

Diese Alternativen gibt es zu Kappsägen

Suchen Sie nach einer Alternative zu Kapp- und Gehrungssägen? Teils können Sie die entsprechenden Aufgaben auch mit anderen Maschinen erledigen.

Handkreissäge: Was ist besser? Kreissäge oder Kappsäge? Tatsächlich kommt es auf die Aufgaben an, die Sie mit der Maschine erfüllen möchten. Handkreissägen sind deutlich flexibler als Kappsägen. Sie sind also ideal für mobiles Arbeiten. Die Auflagefläche von Handkreissägen ist aber deutlich kleiner als bei Kapp- und Gehrungssägen, ebenso ist die Schnitttiefe im Regelfall geringer. Um saubere, gerade Schnitte mit der Handkreissäge zu erzielen, braucht es Übung. Unterstützend können Sie beim Arbeiten Führungsschienen verwenden. Handkreissägen bzw. Tauchsägen mit Führunggschiene sind vielseitiger einsetzbar als Kapp- oder Gehrungssägen. Sie können auch zum Besäumen, Formatieren und zum Anfertigen von Holzverbindungen genutzt werden. Der Vorteil von Kapp- und Gehrungssägen liegt darin, dass sie für ihre Aufgabe optimiert sind und die Zeit zum Einrichten und Einstellen minimal ist. Vergleichen Sie hier unterschiedliche Profi-Handkreissägen.

Festool Akku-Handkreissäge HKC 55

Kommt auch auf dem Dach zum Einsatz: eine gute Kreissäge.

 

Tischkreissäge: Stationäre Tischkreissägen sind groß und schwer und kommen daher meist nur in der Werkstatt zum Einsatz. Wenn Sie große, sperrige Werkstücke zuschneiden müssen, dann greifen Sie zu einer Tischkreissäge. Für den privaten Bereich interessanter sind leichtere, halbstationären Maschinen, die sich transportieren lassen. Auch hier ist das Sägeblatt, wie bei einer schweren Tischkreissäge, in der Tischkonstruktion befestigt und ragt über die Durchtrittsöffnung aus dem Tisch heraus. Der Schnittwinkel ist bei vielen Maschinen anpassbar, sodass auch hier Gehrungsschnitte möglich sind. Um die Sicherheit beim Arbeiten zu gewährleisten, sind im Regelfall verschiedene Sicherheitsvorrichtungen installiert, etwa ein Spaltkeil und eine Spanhaube. Aktuelle Toppmodelle bei Tischkreissägen verfügen über zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie etwa Schutzsensoren. Finden Sie hier eine Auswahl an verschiedenen Tischkreissägen.

Festool Tischkreissäge TKS 80 EBS

Robust und vielseitig: Tischkreissägen.

 

Sie möchten sich zusätzliches Wissen in der Bedienung von Tischkreissägen aneignen? Dann buchen Sie gleich unseren Kurs Sicheres Arbeiten mit mobilen Tischkreissägen.

Unterflur-Zugkreissägen: Diese Tischkreissägen haben ein verschiebbares Sägeblatt. Wie bei einer Zugsäge wird für Kappschnitte und kurze Formatierungsschnitte das Sägeaggregat durch das Werkstück, das fix auf dem Sägetisch aufliegt, gezogen. Im Gegensatz zur klassischen Zugsäge befindet sich der Motor samt Sägeblatt und Spaltkeil aber wie bei einer Tischkreissäge unter dem Sägetisch. Unterflur-Zugkreissägen können wie eine normale Tischkreissäge genutzt werden.

MAFELL Unterflur-Zugsäge ERIKA 70

Der Motor befindet sich bei Unterflur-Zugkreissägen unter dem Sägetisch.

 
 

So berechnen Sie den Gehrungswinkel und führen den Gehrungsschnitt durch

 
  1. Mit einer Gehrungsschmiege / Winkelmesser den Innen- und Außenwinkel bestimmen, zum Beispiel an Mauern/Wänden.
  2. Bei zwei identischen Bauteilen, Winkel für den Gehrungsschnitt halbieren. Ansonsten Gehrungswinkel mit Hilfsmittel (Online-Rechner) berechnen.
  3. Gehrungsschmiege auf halbierten Wert einstellen und am Werkstück anlegen. Winkelwert mit Bleistift übertragen.
  4. Gehrungswinkel an Gehrungssäge einstellen.
  5. Auf feste Fixierung des Werkstücks achten.
  6. Gehrungswinkel sägen.
Englische Schmiege, Nussbaum

Exaktes Messen ist hier sehr wichtig.

 

Kappsäge pflegen: Staub mit Druckluft entfernen, Sägeblatt prüfen

Möchten Sie Ihre Kappsäge reinigen, dann sollten Sie dabei nach Möglichkeit auf Reinigungsmittel und auch auf übermäßige Feuchtigkeit verzichten. Hilfreich ist ein Druckluftspray, mit dem Sie Staub von der Maschine entfernen können. Ansonsten reicht im Regelfall die Reinigung mit einem einfachen Lappen, der so wenig wie möglich befeuchtet wird. Wichtig bei allen Säuberungsarbeiten: Achten Sie auf Sicherheit. Also den Stecker ziehen, alle Akkus entfernen und alle Herstellerangaben zu den Sicherheitsregeln beachten.

Damit Werkstücke und auch das Sägeaggregat besser auf der Schiene bzw. dem Sägetisch gleiten, können Sie die Gleitfächen mit Silbergleit pflegen. Das verhindert zudem das Anhaften von harzhaltigen Spänen.

Außerdem wichtig: Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Schärfe des Sägeblatts. Mit stumpfen Zähnen brauchen Sie nicht nur länger für Ihre Arbeiten, sondern die Maschine wird auch stärker beansprucht. Wenn möglich, dann geben Sie das Sägeblatt zum Schärfen zu einem Profi. Und wenn das keine Option mehr ist: Investieren Sie in ein neues Blatt. Sie werden es nicht bereuen!