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In dieser Ausgabe wollen wir einen exakten Kreis fertigen. Vielleicht kennen Sie das Problem, dass ein Kreis beim Sägen eher zum Oval wird. Und falls tatsächlich ein Rund entsteht, dann eines mit Scharten und Ansätzen. Egal, ob der Kreis mit der Bandsäge oder mit Rundfräsvorrichtung und der Oberfräse fräsen, es entsteht nie eine sauber geschliffene Fläche - außer Sie arbeiten mit einer CNC Maschine oder verfügen über eine stationäre Fräse mit Rundfräsvorrichtung.

Mit unserem Tipp erhalten Sie eine exakt runde Tischplatte für ein Beistelltischchen.

Der theoretische Aufbau

Grafik: Theoretischer Aufbau

Auf einer Grundplatte (1) wird mit einem Zylinderstift (2) eine Auflageplatte (3) montiert. Dadurch bleibt diese Auflageplatte (3) einseitig beweglich. Die grob vorgesägte Tischplatte (4) wird - ebenfalls mit einem Zylinderstift (5) - auf dieser beweglichen Seite der Auflageplatte (3) verdeckt gebohrt befestigt. Nun wird der Rand der Tischplatte (4) solange am Schleifklotz (6) entlang gedreht, bis die Auflageplatte (3) dauerhaft am Stoppklotz (7) anliegt.

Schritt für Schritt erklärt:

  1. Die Tischplatte

    Bei einem zu fertigenden Durchmesser von 500 mm sollte die Plattenstärke 19 mm betragen. (Beispielsweise für die Tischplatte eines Beistelltisches.)

    Fräsen, sägen, schneiden Sie Ihre Tischplatte grob aus. Grob heißt in diesem Fall knapp an dem mit dem Zirkel geschlagenen Riss!

    Falls Sie keine Stichsäge oder keine sonstigen Maschinen haben, könnten Sie alternativ eine Gestellsäge mit Schweifblatt verwenden. Auch Zirkel oder Zirkelköpfe haben wir in unserem Programm.

  2. Die Grund- und Auflageplatten

    Die Grundplatte (Multiplex, Spanplatte oder MDF) dient als Basis für die Schleifhilfe.

    Weiter wird noch eine Auflageplatte (ebenfalls aus Multiplex, Spanplatte oder MDF) als Bewegungsarm auf der Grundplatte benötigt.

    Die Grund- und Auflageplatten
  3. Der Schleifklotz

    Als nächstes benötigen wir einen Schleifklotz. Dieser kann aus Plattenmaterial, zum Beispiel einer 38er Spanplatte oder auch einem Stück Massivholz bestehen. Dieser Klotz wird auf der breiten Seite mit einem Schleifpapier beklebt. Dazu einfach Weißleim dünn auf den Klotz geben und mit Zulage ca. 30 Minuten spannen (auch mit Sprühkleber oder selbstklebendem Schleifpapier möglich). Je nach Körnung des Schleifpapiers können unterschiedliche Rauegrade erreicht werden.

    Eventuell einen groben Klotz für den Grobschliff und feineres Schleifpapier für Feinschliff wählen. Bei einem Wechsel des Klotzes während der Bearbeitung sollte die Stellung des alten Klotzes vorher markiert werden, um den Durchmesser nicht zu verändern, z.B. zwei Klötze mit exakt gleichen Maßen und Schraubenlöchern.

    Die Breite des Klotzes sollte so gewählt werden, dass man ihn wenden kann, wenn das Schleifpapier nicht mehr scharf ist, um so die ganze Breite des Papiers nutzen zu können.

    Der Schleifklotz
  4. Der Stoppklotz

    Als Letztes benötigen wir einen Stoppklotz, auch aus Plattenmaterial oder aus Massivholz. Dieser muss dünner sein als die Auflageplatte. Zum Beispiel aus einer 16er Platte, wenn die Auflageplatte aus 19 mm Plattenmaterial besteht.

    Der Stoppklotz
  5. Jetzt zur Funktion:

    Die Auflageplatte wird mit einem Dübel (ohne Riffelung) oder einem Zylinderstift mit der Grundplatte verbunden. Dann wird der Schleifklotz angebracht.

    Jetzt mit dem Stoppklotz den gewünschten fertigen Durchmesser einstellen. Sie messen einfach den Abstand von der Dornmitte bis zum Schleifklotz. Dieser Abstand muss dem Radius des gewünschten Kreises entsprechen. Dann wird der Stoppklotz an die linke Kante der Auflageplatte geschraubt.

    Jetzt zur Funktion
  6. Runddrehen der Platte

    Die grobe Tischplatte wird auf den Dorn aufgelegt und solange gedreht, bis die Auflageplatte am Stoppklotz anliegt.

    Der Dorn kann auch aus einem Holzdübel (ohne Riffelung) bestehen oder - was noch höhere Genauigkeit gibt - einem Zylinderstift. Dabei wird einfach ein kleines Sackloch in die zu fertigende Tischplatte genau auf Höhe des Mittelpunkts gebohrt. In unserem Shop finden Sie dazu sehr gute Bohrer, z.B. Holzspiralbohrersatz aus Kohlenstoff-Stahl.

    In dieses Sackloch stecken Sie später einfach einen Dübel und schneiden ihn mit der Dübelsäge bündig ab. Dann kann die Platte überfurniert, bemalt oder lackiert werden.

    Falls Sie eine bereits furnierte Platte schleifen möchten, nutzen Sie das Dübelloch doch einfach als Akzent. Ein Stück Massivholz als Einlage kann sehr reizvoll sein. Auch dazu haben wir erlesene Holzarten im Programm.

    Runddrehen der Platte

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